Sportwetten-Geschäft

Hogan Lovells unterstützt Telekom bei Einstieg

Die Deutsche Telekom setzt ihren lange geplanten Einstieg in den lukrativen Sportwettenmarkt um. Über eine Tochter beteiligt sie sich mit 64 Prozent an der Deutschen Sportwetten GmbH (DSW). Unter der Marke tipp3.de soll DSW zeitnah Onlinewetten im Fußball, Basketball und der Formel 1 anbieten.

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Volker Geyrhalter
Volker Geyrhalter

DSW ist eine hundertprozentige Tochter der Österreichischen Sportwetten (ÖSW), an der wiederum die Österreichischen Lotterien, die Casinos Austria und Herausgeber diverser österreichischer Tageszeitungen Anteile halten.

Im Vergabeverfahren des Bundeslandes Hessen war es der DSW gelungen, einen der heiß begehrten Plätze auf einer Liste zu belegen, über die Sportwettenkonzessionen für den deutschen Markt erteilt werden sollen. Ob das Konzessionsverfahren auch der gerichtlichen Überprüfung standhält, muss sich aber erst noch zeigen. Wettbewerber, die leer ausgingen, hatten Beschwerde beim Verwaltungsgericht Wiesbaden eingelegt. Der Vergabeprozess hängt dieweil.

ÖSW, die in ihrem Heimatland bereits Sportwettenkonzessionen in allen Bundesländern besitzt, hält auch künftig eine Minderheit von etwa 36 Prozent an DSW. 

Berater Deutsche Telekom
Hogan Lovells (München): Dr. Volker Geyrhalter (Federführung), Andreas Thun, Florian Bortfeldt; Associate: Cornelius Naumann (alle Corporate/M&A)
Inhouse Recht (Bonn): Robert Saß (Legal/M&A) – aus dem Markt bekannt

Berater ÖSW
Lansky Ganzger + Partner (Wien): Ronald Frankl (Leiter Corporate & Compliance), Dr. Alexander Egger (Kartellrecht); Associate: Victoria Jevtic (Rechtsanwaltsanwärterin)

Hintergrund: Hogan Lovells begleitet die Deutsche Telekom und deren Töchter schon seit vielen Jahren gesellschaftsrechtlich. Corporate-Partner Geyrhalter hatte beispielsweise den Verkauf der ehemaligen T-Systems-Tochter Individual Desktop Solutions (IDS) federführend betreut.

Dass Lansky Ganzger hier an der Seite der ÖSW beriet, überrascht Branchenbeobachter nicht. Die im Glücksspielrecht versierte Sozietät ist regelmäßig für die ÖSW-Miteignerin Casinos Austria tätig, auch in streitigen Angelegenheiten. So reichte sie für die langjährige Mandantin im Juli 2014 beim Finanzministerium Beschwerden gegen die umstrittenen Vergabeverfahren zu Spielbanklizenzen in Österreich ein. Damit muss sich nun das Bundesverwaltungsgericht befassen.

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