Das Dresdner Unternehmen setzt auf den Ausbau der Wasserstoff-Technologien, insbesondere in energieintensiven Sektoren wie der Chemie-, Kraftstoff- und Stahlindustrie.
Im Herbst 2021 engagierten sich schon die britischen Beteiligungshäuser Lightrock, Planet First Partners und HydrogenOne Capital bei dem ostdeutschen Elektrolyse-Unternehmen. Jetzt erhält es nach eigenen Angaben nochmal 50 Millionen Euro von der Fondsgesellschaft Copenhagen Infrastructure Partners (CIP), die als Projektentwickler unter anderem im Offshore-Windpark-Geschäft aktiv ist. Mit dem Fonds Copenhagen Infrastructure Energy Transition I, der Gigawatt-Projekte in Europa entwickelt, hat Sunfire auch einen Rahmenvertrag über Alkali-Elektrolysekapazitäten mit einer Gesamtleistung von bis zu 640 Megawatt abgeschlossen.
Auch die Investmentgesellschaft Blue Earth versprach, das Wachstum von Sunfire zu unterstützten. Der Impact-Vermögensverwalter wurde von der Schweizer Partners Group ins Leben gerufen und fokussiert sich auf Vorhaben zur Dekarbonisierung und soziale Projekte. Bei der Erhöhung der Kapitalaufnahme auf insgesamt 195 Millionen Euro war auch die 2019 gegründete New Yorker Investorin Carbon Direct Capital Management mit von der Partie.
In vorigen Finanzierungsrunden von Sunfire waren beispielsweise das luxemburgische Technologie-Unternehmen Paul Wurth, die Bestandsinvestoren Inven Capital, Idinvest Partners, Total Energy Ventures und die finnische Neste Oy sowie die in Deutschland registrierte SF Beteiligungs GmbH zu sehen.
Berater Sunfire
Inhouse Recht (Dresden): Dr. Valeska Molinari
Blaum Dettmers Rabstein (Bremen): Götz Grevesmühl (Federführung), Dr. Daniela Bramkamp (Hamburg), Dr. Nils Gödecke (alle Corporate)
Mayer Brown: Kirsti Massie (Energierecht; London), Dr. Johannes Weichbrodt (Kartellrecht/Regulierung; Düsseldorf)
Berater Copenhagen Infrastructure Partners (CIP)
Hengeler Mueller: Dr. Jens Wenzel (Venture Capital/M&A; Berlin), Hendrik Bockenheimer (Arbeitsrecht; Frankfurt), Fabian Seip (IP/IT), Alexander Bekier (Corporate/M&A; beide Berlin), Dr. Moritz Rademacher (Energierecht; Düsseldorf); Associates: Theresa Scharff, Dr. Björn Brauer, Ciro D’Amelio (alle Venture Capital/M&A; alle drei Berlin), Mona Geimer (Arbeitsrecht; Frankfurt)
Berater Blue Earth Capital
Latham & Watkins (Hamburg): Dr. Nils Röver (Federführung; Corporate), Dr. Susan Kempe-Müller (Corporate/IP; Frankfurt); Associates: Philipp Thomssen, Dr. Lorenz Koffka (beide Corporate)
Berater Carbon Direct Capital Management
Inhouse Recht (New York): Warren Samlin (General Counsel), Mayank Kapoor
Berater Lightrock and Planet First Partners
Milbank (München): Dr. Martin Ehrhard, Dr. Michael Pujol; Associate: Johannes Rogge-Balleer (alle Corporate/Venture Capital)
Berater SF Beteiligungs GmbH & Co. KG
Taylor Wessing (Hamburg): Dr. Jens Wolf; Associates: Philipp Hoegl (beide M&A/Venture Capital)
Berater HydrogenOne
Gowling: Gareth Baker (London), Dr. Andreas Wölfle, Florian Holfeld (beide Stuttgart), Associate: Stephen Bowman (London; alle Corporate/M&A)
Berater Inven Capital
Weil Gotshal & Manges (Frankfurt): Dr. Christian Tappeiner, Julian Schwanebeck (beide Corporate)
Berater Neste
Heuking Kühn Lüer Wojtek (Düsseldorf): Dr. Götz Karrer
Berater Paul Wurth und andere Altinvestoren
Lutz Abel (München): Dr. Marco Eickmann (Federführung; Corporate), Philipp Hoene, Jan-Phillip Kunz, Dr. Sebastian Sumalvico (alle Venture Capital), Dr. Henning Abraham, Claudia Knuth (beide Arbeitsrecht; beide Hamburg)
Notar
Heckschen & Van de Loo (Dresden): Prof. Dr. Heribert Heckschen – aus dem Markt bekannt
Hintergrund: Die norddeutsche Kanzlei Blaum Dettmers beriet die Gründungsgesellschafter von Sunfire schon in den vorigen Finanzierungsrunden. Partner Grevesmühl hatte auch beim ersten Teil der Series-D-Finanzierungsrunde die Federführung. Zur D2-Runde war zudem Chefjuristin Molinari an Bord, um die Interessen der Stakeholder zusammenzuführen und die umfangreiche Rahmenvereinbarung mit CIP auszuhandeln. Die Transaktionsanwältin war Anfang des Jahres von Baker McKenzie in das Unternehmen gewechselt, um dort eine Rechtsabteilung aufzubauen. Zum April wechselt dann aus ihrer früheren Kanzlei der Corporate-Associate Rouven Reuter als Legal Counsel ins Inhouse-Team.
Im Hinblick auf die Rahmenvereinbarung zog Sunfire ein britisch-deutsches Team von Mayer Brown zurate. Mit dem Düsseldorfer Kartellrechtler Weichbrodt hatte Molinari bei Baker zusammengearbeitet, bevor dieser Ende 2020 zusammen mit Christian Horstkotte zur US-Wettbewerberin Mayer Brown wechselte.
CIP mandatiert regelmäßig das Hengeler-Team um den Berliner Partner Wenzel, wenn es um die Strukturierung von Investments hierzulande geht.
Blue Earth Capital – zuvor bekannt unter PG Impact Investments – setzte auch nicht zum ersten Mal auf Latham. Die US-Kanzlei hatte die ökologisch orientierten Manager schon bei einem Investment in 80 Acres Farms beraten, ein US-Start-up zur vertikalen Landwirtschaft.
Die New Yorker Investorin Carbon Direct, die auch an der D2-Finanzierungsrunde beteiligt war, hat seit Jahresbeginn mit Warren Samlin einen eigenen Chefjuristen an Bord und verzichtete – soweit bekannt – auf externe Berater.
Milbanks Transaktions-Team war in den vergangenen Jahren mehrfach mit Lightrock zu sehen, die hier die D1-Finanzierungsrunde mit anführte. Mithilfe der US-Kanzlei beteiligte sich der ehemalige Investmentarm der liechtensteinischen LGT Group beispielsweise auch an dem Digitalversicherer Wefox und flankierte die Börsennotierung vom Flugtaxihersteller Lilium. Hier beriet Milbank parallel auch die noch junge, nachhaltig orientierte Londoner Investmentplattform Planet First Partners.
Das UK-Haus HydrogenOne hatte laut Marktinformationen ein britisch-deutsches Team von Gowling mandatiert. Die Kanzlei hatte mit ihrem energierechtlich versierten Corporate-Team im vergangenen Sommer auch den Börsengang des jungen Investors unterstützt, der im Herbst mit seinem Sunfire-Investment über 24 Millionen Euro sein erste Private-Equity-Beteiligung überhaupt tätigte.
Die mitteldeutsche Beteiligungsfirma SF setzte nach JUVE-Informationen hingegen auf das Hamburger Taylor Wessing-Team, das im vergangenen Jahr beispielsweise auch mit dem Berliner Investor Green Growth Fund unterwegs war.
Das Frankfurter Weil Gotshal-Team um Partner Tappeiner wiederum begleitet alle Investments von Inven Capital in Deutschland, die beispielsweise auch an dem digitalen Logistikdienstleister Forto beteiligt ist. Bei Inven handelt es sich um den Venture Capital-Arm der ČEZ-Gruppe.
Das Benelux-Unternehmen Paul Wurth vertraute schon 2019 bei der Serie-C-Finanzierungsrunde auf die Stammberaterin Lutz Abel. Und Heuking-Partner Karrer kam über eine Empfehlung bei dem Mineralölkonzern Neste ins Mandat, als er sich 2020 an dem deutschen Cleantech-Unternehmen beteiligte. (mit Material von dpa)
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