Was tun wenn's brennt

Lego-Eigner verkaufen mit Hogan Lovells Minimax-Anteile

Die Familie des Lego-Gründers hat ihre Anteile am Brandschutzspezialisten Minimax Viking verkauft. Das dänische Family Office Kirkbi übergibt ihre knapp 30 Prozent an die Intermediate Capital Group (ICG), die damit wiederum ihre Anteile deutlich aufstockt. Die Transaktion wird mit 2,3 Milliarden Euro bewertet.

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Volker Kullmann
Volker Kullmann

Kirkbi war 2014 bei Minimax Viking eingestiegen und hatte damals 29,4 Prozent von der Private-Equity-Gesellschaft IK Investment übernommen. Damit wurde sie eine von insgesamt vier Gesellschaftern. ICG hielt bislang 42 Prozent, Minimax-Viking-Chef Klaus Hofmann war mit seinem Management mit 15 Prozent beteiligt. Der Rest gehörte der amerikanischen Familie Groos, der früheren Viking-Eigentümerin. 

Die Gesellschafterstruktur rein aus Minderheitsgesellschaftern brachte wohl Konflikte mit sich. Kirkbi stieg nun wieder aus, lange vor Ablauf der Mindestvertragslaufzeit, wie es heißt. Es habe Differenzen gegeben hinsichtlich der Erwartungen an die Zusammenarbeit, erklärten die Dänen in einer Pressemitteilung.

Nun gehört der drittgrößte Brandschutzspezialist mit Sitz in Bad Oldesloe mit 94 Prozent wieder mehrheitlich einem Private-Equity-Haus. Schon vor IK Investment waren Barclays Private Equity Deutschland und Investcorp International Gesellschafter an dem Unternehmen. Das Management und die Familie Groos sind mit geringen Anteilen wieder rückbeteiligt.

Hirschmann_Matthias
Hirschmann_Matthias

Berater ICG
Sidley Austin (München): Volker Kullmann (Federführung), Dr. Björn Holland, Dr. Marcus Klie (alle Private Equity/M&A), Dr. Roderic Pagel (Steuern), Dr. Markus Feil (Finanzierung), Patrick Harrison (Kartellrecht; London); Associates: Patrick Heinrichs, Sebastian Walczak, Irina Krieger (alle Private Equity/M&A), Jörg Fischer (Steuern), Dr. Peter Gseller (Finanzierung), Mark Wagh, Rosanna Connolly (beide London), Miriam Carroll (Washington D.C.; alle Kartellrecht)

Berater Kirkbi
Hogan Lovells (Hamburg): Matthias Hirschmann (Corporate/M&A; Federführung), Christian Stoll (IP), Kristina Rebmann (Corporate); Associates: Alexander Koch, Ulrich Heßling, Malte Neumann (alle Corporate), Bastian Englisch (IP), Julia Fiedler (Arbeitsrecht)

Berater Klister (Holding Familie Groos)
Reed Smith (Frankfurt): Dr. Andreas Jürgens (Federführung), Dr. Philip Schmidt, Julia Fuchs (alle M&A), Dirk-Peter Flor (Finanzierungen), Thomas Gierath, Viktoria Ritter (beide Steuern; München), Tilman Siebert (Kartellrecht; München), James Tandler, Matt Maggiacomo (beide New York)

Berater MV Waterfall AG (Investmentvehikel Management)
Voigt Wunsch Holler (Hamburg): Dr. Oliver Wunsch, Dr. Hans-Christoph Voigt; Associate: Dr. Jan Brosius (alle M&A/Private Equity)

Andreas Jürgens
Andreas Jürgens

Berater Minimax Viking
Flick Gocke Schaumburg (Bonn): Dr. Jens Eggenberger (Corporate/M&A), Prof. Dr. Matthias Rogall (Steuerrecht/Strukturierung; beide Federführung), Dr. Florian Haus (Kartellrecht), Dr. Dirk Reidenbach (Corporate/M&A; Frankfurt), Dr. Daniel Dreßler (Strukturierung); Associates: Dr. Katarina Spiegl (Corporate), Dr. Tobias Schwan (Steuerrecht), Frieder Mörwald, Dr. Thomas Belz (beide Strukturierung/Bilanzierung), Fabian Schmidt (Kartellrecht)

Hintergrund: Die Beziehung zwischen der Lego-Familie und Hogan Lovells reicht bis vor die Fusion von Lovells und Hogan & Hartson zurück. Der Hamburger Partner Hirschmann hat Kirkbi sowohl beim Minimax-Kauf beraten als auch bei anderen Großprojekten, wie dem Kauf der Anteile am Nordsee-Windpark Borkum Riffgrund 1.

Neue Kanzleien, aber angestammte Lead-Partner dagegen an der Seite von ICG und Klister. Kullmann, Holland und Klie konnten die Beziehung zu ICG erfolgreich von Kirkland & Ellis zu Sidley Austin mitnehmen. Dorthin waren die Partner 2017 gewechselt. Auch Klister-Berater Jürgens brachte die Verbindung 2015 von Jones Day mit zu Reed Smith.

Die Beziehung von Voigt Wunsch Holler zum Management ist ebenfalls stabil und eingespielt. Die Kanzlei hatte früher schon die Gesellschaft beraten und dabei Kontakt zu CEO Klaus Hofmann aufgebaut. Dessen Beteiligung und die des übrigen Managements war schon Teil der Beratung zu IK Investment-Zeiten. 2014 war die Kanzlei darum gemeinsam mit Flick Gocke auch mit der Managementberatung befasst.

Flick Gocke unterhält zu Minimax Viking und zur Geschäftsführung eine langjährige Verbindung und berät in diversen steuerlichen und gesellschaftsrechtlichen Spezialfragen. (Melanie Müller)

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