Juve Plus Markteinstieg in Deutschland

White & Case-Mandantin Prax kauft Tankstellengeschäft von Mabanaft  

Insgesamt 340 Tankstellen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Dänemark übernimmt die britische Prax Group. Ein Tochterunternehmen von Marquard & Bahls, Mabanaft, verkauft die Zapfanlagen, die sie unter dem Markennamen Oil! Tankstellen betreibt. 

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Der Verkauf der Sparte soll im November abgeschlossen sein. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. 

Die global operierende britische Prax Group ist unter anderem auf das Speichern und Handeln von Öl-Produkten spezialisiert – ganz ähnlich wie Marquard & Bahls. Zuletzt hatte Prax in Großbritannien den Kauf des Erdölfördergeschäfts von Hurricane Energy bekannt gegeben. Mit der Übernahme des Tankstellengeschäfts von Mabanaft schafft Prax nun den Markteinstieg in Deutschland. Insgesamt wächst das kontinentaleuropäische Tankstellennetz der Briten auf 540 Stationen.  

Ziel Dekarbonisierung 

Anders als Prax sucht Marquard & Bahls sowie die Tochter Mabanaft das Geschäft mit den fossilen Energieträgern zurückzufahren. Den Verkauf des Tankstellengeschäfts begründet das Unternehmen mit seinen Dekarbonisierungszielen.

Mabanaft hatte Anfang der Nullerjahre mehrere Tankstellengesellschaften unter seinem Dach zusammengefasst und im Anschluss die Marke Oil! Tankstellen etabliert. Später expandierte das Unternehmen in die Schweiz und nach Dänemark. Die Muttergesellschaft Marquard & Bahls ist in 25 Ländern tätig und beschäftigt gut 3.000 Mitarbeitende.

Das Unternehmen war früher auf den Mineralölsektor fokussiert, hat sich seit 2010 aber auch Geschäftsfeldern in der Chemieindustrie sowie im Bereich erneuerbare Energien und Elektrifizierung zugewandt. Bereits seit einiger Zeit investiert das Hamburger Öl- und Gasunternehmen unter anderem in die entstehende Wasserstoffinfrastruktur. Im Hamburger Hafen will Mabanaft zusammen mit Projektpartner Air Products Deutschlands erstes großes Importterminal für grünes Ammoniak bauen.

Thyl Hassler

Berater Prax Group/State Oil  
White & Case: Richard Jones (London), Thyl Haßler (beide Corporate/M&A), Thomas Burmeister (Energierecht; beide Düsseldorf), Bodo Bender (Steuerrecht), Sebastian Stütze (Arbeitsrecht; beide Frankfurt), Tilman Kuhn, Thilo Wienke (beide Kartellrecht; beide Düsseldorf), Mathias Bogusch (IP/IT; Frankfurt); Associates: Nico Frehse, Thorsten Eggert (beide Corporate/M&A; beide Hamburg), Paul Kohlhaas (Private Equity; Frankfurt), Selma Kalkutschke, Verena Rudolph, Lisa Reichstein (alle Energierecht; alle Düsseldorf), Andreas van den Eikel (Immobilienrecht; Berlin), Sascha Schmidt, Yannick Couturier (beide Bank-/Finanzrecht; beide Frankfurt), Miriam Staatz (Steuerrecht), Anna Dold, Alexander Bijok (beide IT), Justus Redeker (Arbeitsrecht; alle Frankfurt)
Mayer Brown (Frankfurt): Dr. Martin Heuber, Odilo Wallner; Associate: Max Birk (alle Bank- und Finanzrecht) – aus dem Markt bekannt

Matthias Hirschmann

Berater Mabanaft 
Hogan Lovells (Hamburg): Matthias Hirschmann (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Mathias Schönhaus (Steuerrecht; Düsseldorf), Dr. Falk Schöning (Brüssel), Dr. Marc Schweda (beide Kartellrecht), Tobias Flasbarth; Associates: Ulrich Hessling, Yannic Venus, Julian Tristram, Philip Genske (alle Corporate/M&A), Marius Plum (Steuerrecht), Stefan Kirwitzke (Kartellrecht; Brüssel) 

Notariat 
Notariat am Ballindamm (Hamburg): Dr. Gesa Beckhaus – aus dem Markt bekannt 

Hintergrund: Der Londoner White & Case-Partner Jones berät die Prax Group laufend und wurde von der Mandantin hier erneut angesprochen. Zum Verhandlungsteam gehörten die deutschen Partner Haßler und Burmeister. Die steuerliche Due Diligence bearbeitete dem Vernehmen nach ein Team von Ernst & Young, zum Steuerrecht beriet White & Case-Partner Bender. Zur Beratung der seitens der Käuferin beteiligten Banken wurde zunächst nichts bekannt. 

Ausstieg aus fossilem Geschäft mit Hogan Lovells

Hogan Lovells gilt als Stammberaterin von Mabanaft und Marquard & Bahls, die sie regelmäßig auch in den USA mandatieren. Für die Beziehung steht der Hamburger Partner Hirschmann, der für Hogan Lovells immer wieder mit Bezügen zum Öl- und Gasgeschäft berät – zuletzt regelmäßig, wenn Mandanten sich von ihren fossilen Assets trennen möchten.

Bekannt sind auch seine Beziehungen zu ExxonMobil. Bereits 2017 beriet er den amerikanischen Ölmulti zum Verkauf der deutschen Esso-Tankstellen.  Beim Verkauf seiner Anteile an der deutschen Raffinerie Miro in Karlsruhe setzte Esso zuletzt allerdings auf ein Team von Taylor Wessing.

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