Australien

Deutscher Kartellrechtler verlässt Blake Dawson

Anfang Mai ist der in Australien tätige deutsche Kartellrechtler Dr. Wolfgang Hellmann als Special Counsel zu Johnson Winter & Slattery in Sydney gewechselt. Hellmann ist einer von nur wenigen deutschen Anwälten in australischen Wirtschaftskanzleien und arbeitet regelmäßig mit namhaften deutschen Kanzleien zusammen. Bisher war er bei Blake Dawson beschäftigt.

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Der 45-Jährige stößt bei Johnson Winter zu einer aufstrebenden Kanzlei, die sich in den vergangenen acht Jahren aus Adelaide heraus entwickelt hat. Heute zählt sie bei 45 Partnern etwas mehr als 100 Anwälte – was in Australien eine mittlere Größe ist. Vor Kurzen eröffnete die Sozietät ihr fünftes Büro in Brisbane.

Hellmann trifft bei Johnson Winter auf eine aktive Kartellrechtspraxis, deren Anwälte beispielsweise für die größte australische Fluggesellschaft Qantas im Zusammenhang mit den Ermittlungen der EU-Kommission über Preisabsprachen in der Luftfrachtbranche tätig waren (mehr…).

Hellmann ist als deutscher Anwalt in seiner Wahlheimat Australien regelmäßig vor allem im Rahmen von internationalen Fusionskontrollen und Bußgeldverfahren gefragt, etwa wenn es um das dort praktizierte System freiwilliger Zusammenschlussanmeldungen geht. Weitere Themen sind die zeitliche und rechtliche Koordination bei Kronzeugenanträgen oder der Kooperation mit Kartellbehörden aus verschiedenen Ländern.

Neben dieser Tätigkeit baute Hellmann zielgerichtet seine Kenntnisse im australischen Recht aus; vor eineinhalb Jahren erwarb er dadurch auch die australische Anwaltszulassung.

Im Jahr 2000 hatte er sich aus persönlichen Gründen entschieden, nach Australien überzusiedeln. Er war bis dahin Associate in der Kartellrechtspraxis bei Freshfields Bruckhaus Deringer gewesen.

Der Schritt wurde seinerzeit auch deshalb im Markt viel beachtet, weil sein Vater Hans Hellmann mit seiner Praxis in Köln zu den renommiertesten deutschen Kartellrechtsspezialisten zählte.

Blake Dawson, bei der er seinerzeit in Sydney anfing, zählt in Australien zu den führenden Sozietäten. Ab 2003 baute Wolfgang Hellmann dort ein German Desk auf, mit dem die Kanzlei die Verbindungen zum deutschen Markt ausbaute (mehr…).

Eine ganze Reihe von australischen Kanzleien, darunter auch Blake Dawson, machte in der Finanzkrise Anfang 2009 aber auch durch die Ankündigung von Personalabbau von sich reden. Umgekehrt ist das Interesse europäischer Kanzleien am australischen Markt in jüngster Zeit gewachsen.

Erst im März hatte sich beispielsweise Allen & Overy entschieden, mit einem Team von Quereinsteigern aus australischen Kanzleien ein Büro zu eröffnen (mehr…). Bereits im vergangenen Jahr fusionierte Norton Rose mit der angesehenen Kanzlei Deacons (mehr…).

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