Büroeröffnung

Watson Farley startet mit Pinsent-Masons-Team in Düsseldorf

Autor/en
  • Annika Janßen

Watson Farley & Williams eröffnet zum Januar ihren vierten Standort in Deutschland. In Düsseldorf übernehmen Dr. Thorsten Volz und Dr. Torsten Wielsch, die mit einem sechsköpfigen Team von Pinsent Masons kommen, den Aufbau. Die beide Energierechtler wechseln als Equity-Partner.

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Watson Farley & Williams eröffnet zum Januar ihren vierten Standort in Deutschland. In Düsseldorf übernehmen Dr. Thorsten Volz (46) und Dr. Torsten Wielsch (50), die mit einem sechsköpfigen Team von Pinsent Masons kommen, den Aufbau. Die beide Energierechtler wechseln als Equity-Partner.

Thorsten Volz
Thorsten Volz

Watson Farley hatte im Jahr 2005 ihr erstes deutsches Büro in Hamburg eröffnet. 2008 und 2013 folgten München und Frankfurt. Die britische Kanzlei stand lange für Schiffsfinanzierungen, hat ihre Beratungstätigkeit im Energiesektor in den vergangenen Jahren jedoch kräftig ausgebaut und sich etwa bei der Beratung von Infrastrukturprojekten europaweit Geltung verschafft.

Mittlerweile hat die Praxis sich auch zu einer etablierten Anlaufstelle bei Transaktionen und Finanzierungen im Erneuerbare-Energien-Sektor entwickelt. Zuletzt beriet sie etwa die dänische Fondsgesellschaft Copenhagen Infrastructure Partners, als diese sich in ein Joint Venture mit dem Übertragungsnetzbetreiber Tennet einkaufte. Mit der Standorteröffnung in Düsseldorf gewinnt sie nun Zugang zur klassischen Energiewirtschaft, zu der Volz und Wielsch bereits Kontakte pflegen. Gleichzeitig gelingt es ihr, den Ausbau der regulatorischen Beratung weiter voranzutreiben.

Neben Volz und Wielsch, die auf Themen wie Energiehandel, Digitalisierung und Entgeltregulierung spezialisiert sind, gehören der auf Immobilien und Infrastruktur spezialisierte Dr. Thomas Wölfl (44) als of Counsel sowie Britta Wißmann als Associate zum Düsseldorfer Startteam der Kanzlei. Perspektivisch soll der Standort auf  20 bis 25 Berufsträger wachsen.

Torsten Wielsch
Torsten Wielsch

Volz und Wielsch stehen bei Pinsent Masons für den erfolgreichen Aufbau der Energiesektorpraxis in Deutschland. Beide waren 2016 von KPMG Law gewechselt. In den vergangenen Jahren begleitete die Praxis unter anderem das europaweit bekannte Tal.Markt-Projekt, einen Grünstromvertrieb auf Blockchain-Basis der Stadtwerke Wuppertal. Im Sommer 2019 war dem Team der Sprung auf das Panel von Ørsted gelungen, dem weltgrößten Erzeuger erneuerbarer Energien.

Pinsent Masons ist in Großbritannien für ihre Erfahrung im Energiesektor bekannt. Auch deswegen ist der Abgang von Volz und Wielsch ein herber Schlag für die Kanzlei. Mit Volz und Wielsch wechselt der bedeutendste Teil ihrer deutschen Energiesektorpraxis zu einem ihrer größten Wettbewerber, vor allem in Großbritannien.

Auf Partnerebene verbleiben in der Energiesektorpraxis von Pinsent Masons Dr. Sönke Gödeke, der ebenfalls mit Volz und Wielsch von KPMG Law gekommen war, und Christian Lütkehaus. Gödeke verantwortet insbesondere die Entwicklung innovativer Geschäfts- und Vertriebsmodelle und wird unter anderem das Tal.Markt-Projekt weiterhin federführend betreuen. Lütkehaus berät vor allem bei der Errichtung von Offshore-Windparks. Als neuer Büroleiter in Düsseldorf übernimmt der M&A-ler Dr. Thomas Peschke. (Annika Janßen)

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