Kanzlei-Exodus aus Russland

Der Stand der Dinge nach eineinhalb Jahren

Keiner wollte der Letzte sein: Innerhalb von elf Tagen kündigten im März 2022 alle großen internationalen Kanzleien an, ihre Büros in Moskau und St. Petersburg infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine zu schließen. Wie ist die aktuelle Lage? JUVE hat nachgefragt.

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„Am Tag des Angriffs war den russischen Kollegen klar, dass ihre Karriere in einer internationalen Kanzlei erst einmal vorbei ist“, erinnert sich Dr. Thomas Heidemann, der seit Mitte der 1990er-Jahre in Russland arbeitete und für CMS Hasche Sigle mehr als 14 Jahre zu 50 Prozent in Moskau aktiv war. Noch am Tag des Angriffs reiste er aus. Die rund 50 russischen Anwältinnen und Anwälte aus dem früheren Moskauer Büro sind seit Mitte letzten Jahres selbstständig und arbeiten als Seamless Legal unter neuer Flagge: „Für sie existiert nun kein großer Tanker mehr, der den Geldfluss sichert.“

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