Der Gesellschaftsrechtler Schellenberg, als Rechtsanwalt und Notar zugelassen, fungiert bereits seit 2013 als Schatzmeister des DAV, seit 16 Jahren ist er auch Vorsitzender des Berliner Anwaltvereins. „Mir liegt daran, die Rahmenbedingungen für die anwaltliche Berufsausübung zu schützen und weiter zu verbessern“, sagte er über seine Ziele im neuen Amt. Schellenberg betreibt unter gleichem Namen eine eigene Kanzlei und ist unter anderem auf Erbrecht spezialisiert.
Sein Vorgänger Ewer, ein bekannter Verwaltungsrechtler, gehört seit rund 20 Jahren dem Vorstand des DAV an, sechs Jahre war er deren Präsident. Der Kieler Anwalt ist auch Vizepräsident des Bundesverbandes der Freien Berufe (BFB) und hatte die Einführung der Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung (PartGmbB) maßgeblich initiiert. Darüber hinaus drängte er immer wieder auch auf eine Klärung des Status der Syndikusanwälte. Dem DAV-Vorstand und Präsidium wird Ewer auch weiterhin angehören.
Der Deutsche Anwaltverein – der nach eigenen Angaben gut 66.000 Mitglieder hat – verfügt inzwischen über 28 Arbeitsgemeinschaften sowie 32 Gesetzgebungs- und Fachausschüsse. Neben der Repräsentanz in der Hauptstadt ist der Berufsverband seit 1997 ebenfalls mit einem Büro in Brüssel vertreten, um auch die europäische Rechtspolitik begleiten zu können.