Massenprozesse

Freshfields eröffnet Büros in Hannover, Mannheim und Nürnberg

Freshfields Bruckhaus Deringer expandiert weiter abseits der gängigen Metropolen: Im Laufe des Frühsommers eröffnet die Großkanzlei Büros in Nürnberg, Mannheim und Hannover. Bereits im Februar öffnete die Kanzlei in Münster ihre Tore. Grund ist die Stärkung der Massenprozessabteilung.

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Seit Dezember vergangenen Jahres baut Freshfields ihre neue Einheit für Massenverfahren auf. Nach der Eröffnung in Münster rekrutiert sie nun seit einigen Monaten für die neuen Büros in Nürnberg, Mannheim und Hannover. In der neuen Einheit sollen in erster Linie neu eingestellte Berufsträgerinnen und Berufsträger arbeiten, so Freshfields. Die Leitung aller vier Standorte verantwortet Partner Dr. Patrick Schroeder, der von den Counseln Konstantin Kohlmann und Lara Friederichs sowie von Principal Associate Christina Valdini unterstützt wird.

Die Standorte werden sich von den traditionellen Büros unterscheiden, da sie nicht als direkte Anlaufstellen für Mandanten dienen, sondern die Konfliktlösungspraxis der Kanzlei unterstützen werden. Die vier Standorte wurden unter der Zielvorgabe ausgewählt, jedes deutsche Land- und Oberlandesgericht innerhalb von zwei Stunden  erreichen zu können.

Projektarbeit am Campus

Massenprozesse sind in Deutschland ein wachsender Bereich, für den mehrere Kanzleien im vergangenen Jahr separate Einheiten gegründet haben. Fieldfisher legte dafür den Grundstein in Berlin und Deloitte Legal – gemeinsam mit der deutschen Boutique Frommer Legal – in München. 

Auch KPMG Law, die zahlreiche Verfahren im Dieselkomplex schultert, stellt sich für Großprojekte breiter auf. Sie will nicht nur ihre vorhandenen Regionalbüros in Leipzig, Bielefeld, Freiburg, Bremen, Hannover und Nürnberg ausbauen, sondern kündigte zum Jahresbeginn an, neue Recruiting Hubs zu eröffnen.

Auch Freshfields hofft, auf diese Weise schneller Nachwuchs für die Massenklagen-Einheit zu rekrutieren. Ihre neuen Büros liegen in Städten, die über Hochschulen mit Jurastudiengängen verfügen, aber nicht klassische Kanzleimetropolen sind. Damit dürfte sie den jungen Litigatoren auch flexiblere Arbeitsbedingungen bieten.

 Copyright Teaserbild: kuwa/stock.adobe.com

 

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