Für den deutschen Managing Partner Andreas Ziegenhagen ist der gesunkene UBT nur der aktuellen Situation geschuldet: „Solange wir wachsen, werden wir dieses Problem haben. Schließlich braucht ein Anwalt nach einem Kanzleiwechsel in der Regel einen gewissen Übergangszeitraum, bis er seine bestmögliche Profitabilität erreicht.“
Salans setzte in den vergangenen Monaten vor allem auf Sozien – also Salary-Partner, um das Geschäft in die Breite zu treiben. In Frankfurt stießen im Geschäftsjahr 2009 unter anderem von Lovells Tobias von Gostomski (mehr…) und von Clifford Chance Dr. Volker Junghanns (mehr…) zu der Kanzlei. In Berlin kam im Sommer mit Dr. Peter Mayer ein Salary-Partner von Hammonds (mehr…).
Wesentliche Umsätze erzielte das deutsche Salans-Team 2009 vor allem in größeren Prozessen, mittelgroßen M&A-Deals und Restrukturierungen. Dabei profitierte die Kanzlei nun erstmals auch von den Quereinsteigern von Aderhold, die das Frankfurter Büro im Herbst 2008 eröffnet hatten (mehr…), allen voran Litigator Dr. Matthias Haas, der unter anderem die Commerzbank in den Prozessen um die VIP-Medienfonds (mehr…) und die öffentliche Hand im KapMUG-Verfahren gegen die Deutsche Telekom betreut. Die meisten Corporate-Transaktionen liefen 2009 dagegen noch immer am Berliner Standort, Restrukturierungen begleitet Ziegenhagen selbst aus beiden Büros heraus.
Trotz des Umsatzanstiegs gab Ziegenhagen zu, dass die Kanzlei ihre Ziele aufgrund des schwächeren Immobilien- und M&A-Marktes im vergangenen Jahr nicht zu hundert Prozent erreicht hat, dafür sei der Zuwachs im Bereich Litigation sowie bei Restrukturierungen höher ausgefallen als geplant.
Salans beschäftigte im vergangenen Geschäftsjahr in Berlin und Frankfurt – auf Vollzeit gerechnet – im Schnitt 47 Associates bzw. Salary-Partner sowie 11 Equity-Partner. (Jörn Poppelbaum)