Italien

Aus für die Großkanzlei Grimaldi e Associati

Autor/en
  • JUVE

Die renommierte italienische Kanzlei Grimaldi e Associati löst sich zum Jahresende auf. Mit etwa 60 Berufsträgern und einem Umsatz von zuletzt 25 Millionen Euro gilt Grimaldi als einer der wichtigen Player im italienischen Rechtsmarkt. 2011 hat ihre Corporate-Praxis laut 'Mergermarket' sieben Transaktionen mit einem Volumen von 2,3 Milliarden Euro betreut.

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Mit der Auflösung reagiert Kanzleigründer Vittorio Grimaldi auf zahlreiche Partner-Abgänge – im November hatte der Rainmaker Roberto Cappelli mit einem zehnköpfigen Team die Kanzlei verlassen und sich Gianni Origoni angeschlossen (mehr…). Nur wenige Wochen später waren zwei weitere Partner gegangen, darunter der Managing-Partner.

Noch ist unklar, was aus den restlichen 13 Partnern der Kanzlei wird. Besonders die Zukunft der bekannten Corporate-Partner Francesco Novelli und Valerio Di Gravio, zu dessen Mandanten Alitalia zählt, ist ungewiss. Laut italienischen Branchenkennern sind sie im Gespräch mit internationalen Kanzleien, die derzeit ihre Italien-Aktivitäten wieder verstärken. Anwälte von Grimaldi e Associati könnten für viele Teams eine willkommene Verstärkung sein: Sie haben große Erfahrungen bei Privatisierungen, und die italienische Regierung hat für die nächsten Jahre bereits Verkäufe von Staatsbesitz mit Milliardenvolumen angekündigt.

Grimaldi e Associati wurde 1993 gegründet und spielte in den späten 90er-Jahren eine herausragende Rolle bei den wichtigsten Privatisierungen in Italien, etwa begleitete sie den Verkauf der Autobahngesellschaft Autostrade. 2001 fusionierte sie mit Clifford Chance, der Zusammenschluss wurde jedoch bereits 2002 wieder aufgelöst. Laut italienischen Presseberichten soll es nun aber wieder Gespräche zwischen Namenspartner Grimaldi und Clifford geben, wonach Grimaldi als Counsel bei der englischen Kanzlei einsteigen könnte. Der etwa 70-jährige Corporate-Anwalt war zuletzt nur noch in ausgewählten Mandaten tätig, gilt aber als herausragender Akquisiteur. Branchenkenner vergleichen ihn mit Franzo Grande Stevens, dessen Kanzlei zu den langjährigen Beratern des Fiat-Konzerns zählt.

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