Juve Plus 8. Legal Operations Konferenz

90-Tage-Strategien statt Fünfjahrespläne: So reagieren Kanzleien auf das KI-Tempo

Die diesjährige Legal Operations Konferenz von JUVE und NWB machte deutlich, dass die Diskussion über künstliche Intelligenz in der Rechtsbranche eine neue Phase erreicht hat. Im Mittelpunkt stehen nicht mehr einzelne Anwendungen, sondern die Frage, wie Rechtsabteilungen und Kanzleien ihre Organisation, Prozesse und Geschäftsmodelle an die technologischen Möglichkeiten anpassen.

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Panel II des ersten Tages. Von links nach rechts: Ava Moussavi (GvW Graf von Westphalen), Dr. Tobias Kircher (Rimowa), Henrik von Wehrs (A&O Shearman), Dr. Tobias Eggers (Park)

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Eine Einschätzung zog sich dabei durch viele Vorträge und Diskussionen: Verlässliche Prognosen über die Entwicklung der Branche werden zunehmend schwieriger – selbst für die nahe Zukunft. Die Entwicklung von KI verlaufe derzeit so schnell, dass kaum jemand seriös vorhersagen könne, wie Rechtsabteilungen und Kanzleien in drei oder fünf Jahren arbeiten werden. Als Reaktion darauf setzen einige Organisationen auf deutlich kürzere Planungszyklen. Die Kanzlei GvW Graf von Westphalen etwa arbeitet bereits mit sogenannten 90-Tage-Strategien, um flexibel auf neue technologische und wirtschaftliche Entwicklungen reagieren zu können.

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