Juve Plus Erster Weggang eines Salary-Partners

Milbank gewinnt jungen Corporate-Partner von Hengeler

Dr. Jan Häller (36), der erst zum Jahresbeginn bei Hengeler Mueller zum angestellten Partner in Frankfurt ernannt worden war, wechselt zu Milbank. Der Zeitpunkt seines Wechsels ist noch nicht bekannt.

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Häller berät Unternehmen und Finanzinvestoren umfassend bei nationalen und grenzüberschreitenden M&A-Transaktionen, Umstrukturierungen und Joint Ventures. Darüber hinaus berät er zur gesamten Bandbreite des Gesellschafts-, Konzern- und Kapitalmarktrechts.

Jan Häller

Seine Karriere hatte Häller 2018 bei Hengeler als Associate begonnen. Seitdem hat der Corporate- und M&A-Anwalt zahlreiche Transaktionen an der Seite bekannter Partner begleitet. Unter anderem gehörte er zu dem Team, das die Deutsche Bahn zum Verkauf von Schenker beriet. Auch beim Verkauf von Viessmann an Carrier war Häller beteiligt.

Ende des vergangenen Jahres wurde Häller mit zehn weiteren Nachwuchsanwälten zum Partner ernannt. Von den elf beförderten Partnern mussten vier mit der Rolle als angestellter Partner vorliebnehmen, darunter auch Häller.

Erst zweieinhalb Jahre zuvor hatte Hengeler eine Salary-Partnerschaft eingeführt. Für alle Associates, die nach der Entscheidung der Partnerschaft im Herbst 2023 zu Senior Associates befördert wurden, ist sie als zwingende Durchlaufstation in die Equity-Partnerschaft konzipiert. Nach zwei Jahren entscheidet die Partnerschaft über den Aufstieg in die Equity-Partnerschaft. Diese Entscheidung hätte im Fall von Häller Ende 2026 angestanden.

Hengeler hat eine im Marktvergleich äußerst stabile Partnerschaft. Historisch betrachtet sind Abgänge auf Partnerebene äußerst rar. Im Zuge des Votums für die Einführung der Salary-Partnerschaft ließ sich bereits absehen, dass die Kanzlei künftig mehr Partnerwechsel hinnehmen muss. Häller ist nun der erste, der die Kanzlei in Richtung einer US-Kanzlei verlässt.

Unterschiedliche Partnermodelle

Die Einführung einer Partnerschaft neben der Equity-Partnerschaft liegt im Trend. Zuletzt hat sich mit Gleiss Lutz eine weitere deutsche Kanzlei für diesen Weg entschieden, den auch die US-Kanzleien überwiegend gehen. Bei den US-Kanzleien lässt sich allerdings nicht per se von angestellten Partnern sprechen. Ihre zweite Partnerriege besteht meistens aus sogenannten Fixed-Share-Partnern, das sind Equity-Partner, die jährlich eine fixe Entnahme erhalten. Vorbild dieser Entwicklung, die nach JUVE-Informationen vor ungefähr zwei Jahren auch Milbank erreicht hat, ist die US-Kanzlei Kirkland & Ellis.

Auch über diese Differenzierung hinaus gibt es Unterschiede in den Kanzleiorganisationen: Anders als bei Hengeler ist die Station bei Milbank nach Marktinformationen nicht als potenzieller Dauerzustand gedacht. Häller wird demnach nach Ablauf seiner Zeit als Fixed-Share-Partner relativ sicher zum Equity-Partner aufsteigen. Milbank äußerte sich auf Nachfrage nicht zu den Details ihres Partnermodells.

Für die US-Kanzlei ist der Zugang von Häller ein Gewinn. Sein Wechsel belegt die langfristige Strategie der US-Kanzlei, den Standort Frankfurt im Bereich M&A und Private Equity weiter auszubauen. Häller wird dort der dritte M&A-Partner. Insgesamt zählt die Kanzlei vor Ort 25 Berufsträger, davon 14 Associates und 5 Counsel.

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