Markt und Management

Als eine weitere deutsche Kanzlei verstärkt auch Schürmann & Partner ihre internationalen Aktivitäten. Zum 1. Mal wird die Kanzlei, die ihren Hauptsitz in Frankfurt hat und über 130 Berufsträger verfügt, mit der Stockholmer Sozietät Grönberg Advokatbyra fusionieren.Schürmann ist bekannt für ihre internationale Arbeit, die jedoch bisher vor allem auf Frankreich und Italien konzentriert war. Bereits seit 1974 besteht ein Pariser Büro, und die Mailänder Praxis der Kanzlei ist nach den britischen und amerikanischen die größte ausländische Niederlassung.

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen

Unter dem Namen conférence bleue (European Lawyer’s Conference on Pharmaceutical and Health Care Affairs) gründeten der deutsche Arzt und Rechtsanwalt Dr. Dr. Alexander P.F. Ehlers und sein Schweizer Kollege Dr. Peter Bratschi einen europäischen Verband, der im Pharma- und Gesundheitsrecht spezialisierte europäische Kanzleien zusammenschließt. Die beteiligten Kanzleien wurden von den Managing Partners des Verbandes im Vorfeld sorgfältig ausgewählt, indem man zur Beurteilung der juristischen und marktspezifischen Expertise auch Vertreter der pharmazeutischen Industrie und anderer health-care-Unternehmen befragte. Jeweils eine Kanzlei repräsentiert ihr Land. Neben der deutschen Kanzlei Ehlers, Ehlers & Partner in München sind das für Großbritannien zum Beispiel Beachcroft Stanleys, für die Niederlande Stibbe Simont Monahan Dubot und für Österreich Schönherr Barfuss Torggler & Partner in Wien. Die Mitglieder der conférence bleue können somit über den gemeinsamen Pool aktuelle Rechtsprobleme grenzüberschreitend recherchieren. Die zentrale Geschäftsstelle in München koordiniert die gemeinsamen Aktivitäten der Kanzleien, zu denen Gutachten für Mandanten, gemeinsame Publikationen und – in der Zukunft – die Organisation internationaler Konferenzen gehören. Zu einem Zeitpunkt, da auch der Gesundheitsmarkt sich zu globalisieren beginnt, ist für Mandanten die genaue Kenntnis der rechtlichen und gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen der jeweiligen europäischen Mitgliedsstaaten möglicherweise von vitalem Interesse. Diese Überlegung, führte zur Gründung der conférence bleue, deren Name in Analogie zur conférence blanche gebildet ist, der regelmäßig stattfindenden Konferenz der europäischen Gesundheitsminister.

Zum März 1998 eröffnete die Wiener Sozietät Hügel Dallmann & Partner mit Standorten in Wien und Mödling eine Repräsentanz in der Europa-Hauptstadt Brüssel. Der Europa- und Wettbewerbsrechtler Dr. Rainer Roniger hat sein Büro im Österreich-Haus III, inmitten des EU Viertels eröffnet, um die Nähe zur Kommission und anderen europäischen Institutionen zu nutzen. Im Hinblick auf die bevorstehende Rats-Präsidentschaft Österreichs dürfte diese Entwicklung für Mandanten von Bedeutung sein.

Hausmaninger Herbst Wietrzyk, eine junge Wiener Kanzlei mit engen Verbindungen zur internationalen Wirtschaftsprüfergesellschaft Ernst & Young, hat die lokale Anwaltschaft erneut überrascht. Zwei Rechtsanwälte von zwei der größeren Sozietäten der Stadt konnte die Kanzlei für sich gewinnen. Dr. Victor Thurnher mit den Tätigkeitsschwerpunkten Kartell- und EU-Recht wird von Schönherr Barfuss Torggler & Partner zu Hausmaninger wechseln, während Thomas Talos, der vor allem im Gesellschafts- und Arbeitsrecht tätig ist, innerhalb der nächsten Wochen Dorda Brugger & Jordis verlassen wird. Hausmaninger Herbst Wietrzyk wurde Mitte 1997 von Dr. Christoph Herbst – selbst vordem Anwalt bei Dorda Brugger & Jordis und dem vormaligen Schönherr-Anwalt Dr. Christian Hausmaninger gegründet, um eine im Rechtsmarkt der Hauptstadt vermutete Lücke zu schließen. Die Kanzlei deckt einerseits traditionelle Felder des Wirtschaftsrechts ab und spezialisiert sich zusätzlich im EG-Recht, Bank- und Finanzrecht sowie im Steuerrecht. Laut Herbst wird man „als Team mit Ernst & Young auftreten“ . Eine feste Verbindung zwischen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und der Anwaltssozietät gebe es jedoch nicht. Der ehemalige Ernst & Young-Mitarbeiter Dr. Gerold Wietrzyk bringt die steuerrechtliche Erfahrung in die Kanzlei ein. Der Wiener Rechtsmarkt befindet sich in bisher nicht dagewesener Aufregung und wurde in den letzten Monaten Zeuge einer Reihe von Partnerwechseln unter den größeren Kanzleien. Wolf Theiss & Partner konnte Dr. Horst Ebhardt von Strommer Reich-Rohrwig - Karasek - Hainz wie auch Dr. Christoph Liebscher von der Salzburger Kanzlei Liebscher & Hübel gewinnen. Bereits im letzten Jahr hatte der ehemalige Namensgeber und Partner Dr. Roland Deißenberger Lambert Rechtsanwälte verlassen, um seine eigene Kanzlei Deißenberger & Partner zu gründen.

In einem Schritt, der auf dem deutschen Rechtsmarkt nicht unbemerkt bleiben wird, hat Arthur Andersen die Bemühungen der big six Wirtschaftsprüfungsgesellschaften unterstrichen, in Europa umfassende juristische Beratung anzubieten. Ein vorläufiger Vertrag wurde unterzeichnet, der es der Londoner Kanzlei Wilde Sapte ermöglicht, dem Andersen International-Kanzleien-Verbund beizutreten. Mit 73 Partnern und insgesamt mehr als 600 Mitarbeitern ist Wilde Sapte eine hochangesehene Londoner Sozietät mit einem besonders guten Ruf im Banken- und Finanz- sowie dem Versicherungsrecht. Die Kanzlei ist darüber hinaus bekannt für ihre Erfahrung im Insolvenzrecht und hat eine marktführende Position in der buy-out Fremdfinanzierung. Während genauere Informationen vor dem endgültigen Abschluss der Transaktion nicht zu erwarten sind, kann doch davon ausgegangen werden, dass Wilde Sapte durch seine Weichenstellung eine Fusion mit Garretts, der englischen Kanzlei von Andersen, wird eingehen müssen. Im britischen Rechtsmarkt war der Andersen-Verbund durch Garrets gemeinsam mit Dundas & Wilson (Andersens schottische Kanzlei) bereits unter den Top-20 britischer Anwaltssozietäten platziert. Steven Blakeley, Managing Partner von Wilde Sapte, der diese Rolle auch nach der Fusion übernehmen wird, kommentiert: „Die neuen Entwicklungen bieten Wilde Sapte die Gelegenheit, einen großen Schritt nach vorn zu tun und weltweit juristische Beratung in englischem Recht anzubieten. Auch wenn unsere Kanzlei über 200 Jahre alt ist, fühlen wir uns jung und energisch genug, dramatische Veränderungen zu parieren, ja zu begrüßen.“ Blakeley unterstreicht die wichtige Rolle des englischen Rechts in Andersens Konzept juristischer Dienstleistungen: „Der größte Markt für internationale Rechtsberatung ist das Banken-, Finanz- und Versicherungsgeschäft, wo Transaktionen oft nach englischem Recht abgewickelt werden.“ Nachdem Arthur Andersen schon die größte spanische Kanzlei, J & A Garrigues, erfolgreich rekrutiert hatte, wiesen zahlreiche Beobachter des europäischen Rechtsmarktes auf die Notwendigkeit hin, vor einer weiteren Expansion in andere interessante Märkte – darunter Deutschland – zunächst einen gewichtigen Londoner Standort zu etablieren.

Beiten Burkhardt Mittl & Wegener Hans Georg Neumeier wird das Team um Dr. Gerhard Schmidt in Frankfurt und Dr. Ingrid Reichling in München verstärken, das die Privatisierung des Düsseldorfer Flughafens führend betreute. Der neue Partner, bislang Jurist im Referat für Stadtplanung und Bauordnung in München, soll die Arbeitsgruppe Öffentliches Recht vor allem im Bereich Baurecht unterstützen. Feddersen Laule Scherzberg & Ohle Hansen Ewerwahn Mit Wirkung zum 1.0 1. 1998 wurden in Frankfurt/M. Horst Henschen, Oliver Habighorst und Dr. Jost Kotthoff zu Partnern ernannt. Im Hamburger Büro sind Dr. Britta Hannemann, Jan Volker Glauber, Ingrid Deuchler und Dr. Geza Martin Toth als Partner in die Sozietät eingetreten. Dr. Rainer Markfort und Stefan Aldag sind in Berlin, Dr. Olga Humolvá Ueltzhöffer in Prag Partner geworden. Entgegen der Rechtsmarkt-Meldung vom März betreut Markus Hauptmann weiterhin das Prager Büro. Verantwortlicher Partner für den Standort Budapest ist Dr. Geza Martin Toth. Professor Dr. Gerhard Laule als verantwortlicher Partner sowie Dr. Paul Franken als Off Counsel leiten die Warschauer Niederlassung. Gaedertz Rechtsanwälte Auch Gaedertz Rechtsanwälte hat seit Beginn dieses Jahres drei neue Partner. Zum 1. Januar 1998 sind Adi Seffer (Frankfurt/M.), Alexander Kollmorgen (Berlin) und Dr. Robert Strasser (München) als Partner in die Sozietät eingetreten. Die Stuttgarter Kanzlei Jauch, Kunz, von Wahlert & Partner hat zu Jahresbeginn Dr. Thomas Keßler und Dr. Horst Teller als neue Partner in die Sozietät aufgenommen. Die von Jauch, Kunz, von Wahlert & Partner 1990 mitbegründete Vereinigung internationaler Anwaltskanzleien, Multilaw, die inzwischen aus 43 Kanzleien in 33 Ländern besteht, hat zwei neue Kanzleien in ihr Netzwerk integriert: Kochhar & Co. In Neu Delhi/Indien und Reding & Felten in Luxemburg.

Die überörtliche Sozietät Heuking Kühn Lüer Heussen Wojtek ist seit Januar 1998 auch in Dresden mit einer Niederlassung vertreten und hat so ihre Präsenz in den neuen Bundesländern neben Büros in Chemnitz und Potsdam weiter ausgebaut. Der Dresdner Standort wurde in enger Kooperation mit der bereits seit 1990 bestehenden Niederlassung in Chemnitz gegründet und wird von Hannelore Heger, die am LG und OLG zugelassen ist, sowie H. Joachim Heuking mit Zulassung am LG Dresden geleitet. Neben allen Aspekten der Vertragsgestaltung, des Gesellschaftsrechts, des Arbeitsrechtes und des zivilen Bau- und Immobilienrechts, die durch das Büro abgedeckt werden, befasst sich Frau Heger im besonderen mit dem Recht der offenen Vermögensfragen, das sie während ihrer Tätigkeit als beratende Rechtsanwältin des Amtes zur Regelung offener Vermögensfragen in Chemnitz wesentlich mit gestaltet hat. Um Mandanten vor Ort eine umfassende Beratung in zivil- und wirtschaftsrechtlichen Fragen und im Recht der neuen Bundesländer zu bieten, arbeiten beide Rechtsanwälte mit Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern zusammen, die mit der Sozietät verbunden sind. Mittelfristig sollen Fragen im Zusammenhang mit der wachsenden wirtschaftlichen Verflechtung zwischen Deutschland und den Ländern Osteuropas stärker in den Fokus der rechtlichen Betreuung rücken.

Mit einer Reihe von M&A- und Kapitalmarkttransaktionen hat Jones Day die grenzüberschreitenden Tätigkeiten ihres bereits etablierten Frankfurter Büros ausgebaut. Die Kanzlei hat z. B. die Kretztechnik AG bei ihrer erstmaligen Aktienplatzierung an der HiTech NASDAQ Börse in New York begleitet. Außerdem hat das Frankfurter Büro PMC, Inc. bei Kauf und Umstrukturierung der Raschig AG sowie dem Erwerb von Anteilen an der Chemischen Fabrik Berg GmbH beraten.

Die Wiener Sozietät Cerha, Hempel & Spiegelfeld hat Volker Glas mit sofortiger Wirkung zum Partner ernannt. Er ist schwerpunktmäßig im Bereich M&A, Telekommunikations- und Bankrecht tätig.

Deißenberger & Partner hat mit Mag. Clemens Wanha einen weiteren Partner aufgenommen. Wanha ist vor allem im Gesellschafts-, Wettbewerbs-, Kartell- und Europarecht tätig.Mit neu etablierten Büros in Bangkok und Zagreb verstärkt die Kanzlei ihre Aktivitäten in Asien und Osteuropa.

Zum Jahresbeginn schlossen sich die Kanzleien Preu, Bohlig & Partner und Seelig Ehlers Ziem Richter zu einer überörtlichen Sozietät mit vier Standorten zusammen. Unter dem neuen Namen Seelig & Preu, Bohlig ist die Kanzlei nunmehr mit Büros in München, Hamburg, Berlin und Dresden vertreten. Schon seit Jahrzehnten arbeiteten beide Kanzleien besonders in ihrem Schwerpunktgebiet, dem gewerblichen Rechtsschutz, eng zusammen, wobei es leicht unterschiedliche Akzentsetzungen gab. Seelig Ehlers Ziem Richter hatten sich vor allem im Markenrecht profiliert, während Preu, Bohlig & Partner einen besonders guten Ruf im Patentrecht genoss. Ganz im Sinne der Mandanten bietet die Fusion nun die Chance, durch den Austausch von Spezialisten diese Kompetenzen zusammenzuführen.

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