Stundensätze

Alle Rechtsgebiete legen zu – außer M&A

Die Partnerstundensätze sind in den vergangenen fünf Jahren um durchschnittlich fünf Prozent gestiegen. Es gibt aber einen Ausreißer nach unten: Bei M&A sind die Stundensätze im Fünfjahresvergleich sogar gesunken. Auch im Vergleich zwischen 2019 und dem Vorjahr gibt es Überraschungen in der aktuellen JUVE-Inhouse-Umfrage.

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Im Vergleich zwischen 2014 und 2019 legten die Beratungsfelder besonders deutlich zu, die von einem vergleichsweise niedrigen Niveau starteten. Wo schon 2014 durchschnittliche Partnersätze um 370 Euro verlangt wurden – etwa Kartellrecht, Compliance und Private Equity – lag der Zuwachs dagegen eher unter dem Durchschnitt.

Im Ganzen blieben laut JUVE-Inhouse-Umfrage die durchschnittlichen Anwaltsstundensätze im Jahresvergleich einigermaßen konstant. Bemerkenswert ist jedoch, dass erstmals der duchschnittliche Partnersatz im Gesellschaftsrecht höher liegt als der im M&A – ein klares Zeichen für die zunehmende Komplexität des Gesellschaftsrechts und die Standardisierung bei kleineren Deals.

Der Anstieg der Associatesätze im Gewerblichen Rechtsschutz und im Außenhandel ist ebenfalls zunehmender Komplexität etwa der Patentstreitigkeiten und gestiegenen Risiken bei der Exportkontrolle geschuldet. Im Gesamtdurchschnitt verlangten hochspezialisierte Partner wie im Vorjahr einen Stundensatz von 340 Euro, für Associates wurden 271 Euro fällig. Hinter dem stabilen Partnersatz verbirgt sich ein Plus von 0,3 Prozent, die Associatesätze stiegen um 2,7 Prozent. Bei den mittelständisch orientierten Sozietäten stiegen die Partnersätze stärker als die Associatehonorare.

Ausführliche Informationen zur Entwicklung der Stundensätze finden Sie in der aktuellen Ausgabe des JUVE Rechtsmarkt 2/2020, die heute erscheint, sowie online.

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