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Es gibt Zahlen, die eine Branche neu vermessen. Eine davon lautet: 192,9 Prozent. Um diesen Wert haben sieben US-Kanzleien, die den deutschen Markt prägen – Latham & Watkins, Kirkland & Ellis, Milbank, Weil Gotshal & Manges, Willkie Farr & Gallagher, Sidley Austin und Gibson Dunn & Crutcher –, ihren Umsatz in Deutschland binnen eines Jahrzehnts gesteigert. Zum Vergleich: Die vier in Deutschland tätigen Magic-Circle-Einheiten kamen im selben Zeitraum auf 55,5 Prozent, die drei deutschen Top-Häuser Hengeler Mueller, Gleiss Lutz und Noerr auf 83,6 Prozent. Wer die Umsatzwachstumsraten der drei Gruppen in einem Diagramm übereinanderlegt, sieht eine sich öffnende Schere: Die deutschen und die britischen Kanzleien erreichten in den vergangenen Jahren, auch gemessen an ihrer Größe, solide Wachstumsraten, die US-Kanzleien toppten diese zuletzt allerdings deutlich um mehr als das Fünffache gegenüber den britischen Einheiten. Auf die letzten sechs Jahre bezogen, steigerten sie ihren Umsatz fünfmal um über zehn und dreimal um über 15 Prozent. Sie wachsen in einer anderen Liga – weil sie alle auf dasselbe Pferd setzen.