Spin-off-Welle hält an

Vier Stuttgarter Strafrechtler von Tsambikakis machen sich selbstständig

Eine weitere neue Strafrechtsboutique geht zum Jahreswechsel an den Start: Das komplette Stuttgarter Büro von Tsambikakis segelt künftig unter eigener Flagge und firmiert unter zkkh.

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Hinter der Abkürzung stehen die vier Partner Thorsten Zebisch (50), Dr. Hanno Kiesel (60), Dr. Alexander Kubik (38) und Hans-Peter Huber (67). Letzterer wird weiterhin von Berlin aus tätig sein. Zebisch war bei Tsambikakis Equity-Partner, Kiesel und Huber Counsel, Kubik Associate.

Thorsten Zebisch

Neben der wirtschafts- und steuerstrafrechtlichen Beratung und Verteidigung sollen im Zentrum der Bereich Compliance und das Steuerrecht im Rahmen steuerstrafrechtlicher Mandate stehen. Hier kombiniert zkkh strafprozessuales mit steuermateriellem sowie verfahrensrechtlichem Know-how. Zudem zählen Steuerberater und Wirtschaftsprüfer zu den regelmäßigen Mandanten, die in berufsrechtlichen Angelegenheiten auf die Anwälte vertrauen.

Gründungspartner bringen Erfahrung aus mehreren Kanzleien mit

Hanno Kiesel

Zebisch ist auf Strafprozessrecht, Steuerstrafrecht und Medizinstrafrecht spezialisiert. Im Bereich des Medizinstrafrechts, dem Schwerpunkt von Tsambikakis, ist er für Kliniken und Ärzte tätig, vor allem bei Vorwürfen des Abrechnungsbetrugs. Er war 2015 Mitbegründer der Strafrechtsboutique Quedenfeld und wechselte 2019 zu Tsambikakis. Kiesel schloss sich der Kanzlei erst vergangenes Jahr an. Zuvor hatte er bis 2016 den Auf- und Ausbau des Fachbereichs Steuerstrafrecht bei Ernst & Young verantwortet, 2017 wechselte er zu Heuking Kühn Lüer Wojtek. Er berät vor allem im Steuerstrafrecht und ist zudem Steuerberater.

Hans-Peter Huber

Kubik und Zebisch kennen sich aus der gemeinsamen Zeit bei Quedenfeld, wo Kubik von 2016 an rund drei Jahre tätig war. Er konzentriert sich auf das klassische Wirtschaftsstrafrecht, das Außenwirtschaftsstrafrecht, das Bank- und Kapitalmarktstrafrecht sowie das Arbeitsstrafrecht. Gemeinsam mit Zebisch kam er 2019 zu Tsambikakis. Ein Jahr zuvor war Huber gewechselt, der seit 40 Jahren in der strafrechtlichen Beratung und Vertretung von Industrieunternehmen aktiv ist und vor allem bei internen Untersuchungen zum Einsatz kommt. Er war zuvor Namenspartner bei Danckert Huber Bärlein, davor als Chefjustiziar bei KPMG.

Sieben Jahre rasantes Wachstum bei Tsambikakis

Alexander Kubik

Das Stuttgarter Büro von Tsambikakis existiert seit vier Jahren. Damals hatte es Dr. Florian Bach eröffnet, der von Kullen Müller Zinser kam und 2021 zu Olfen Meinecke Völger wechselte. Tsambikakis ist seit ihrer Gründung in Köln 2015 in einem Tempo gewachsen wie wenige Kanzleien. Berlin kam direkt hinzu, bereits im August 2016 eröffnete sie ein Büro in Frankfurt und Ende 2017 in München. Neben diversen Zugängen, zuletzt etwa durch die IT-Strafrechtlerin Diana Nadeborn in Berlin, musste die Kanzlei auch immer wieder Weggänge hinnehmen, wie etwa den von Mathias Grzesiek, der zu Rosinus ging.

Dass Stuttgart nun wegfällt, wird Tsambikakis insofern verschmerzen können, als dass das Büro ohnehin als autark galt. Auch ohne Stuttgart zählt die Kanzlei zu den größten Strafrechtsboutiquen hierzulande mit fünf Partnern, einem Counsel, drei of Counseln und neun Associates.

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