Unter anderem ist Steinbrück bei Freshfields Bruckhaus Deringer aufgetreten. Am 12. September 2011 hielt er anlässlich der 3. Kranhausgespräche in Köln einen Vortrag zu steuerpolitischen Themen. Besonders dieser Auftritt hatte in den vergangenen Wochen für Aufregung gesorgt. Politische Gegner werfen Steinbrück einen Interessenkonflikt vor. Freshfields hatte 2008 und 2009 im Auftrag des damals von Steinbrück geführten Bundesfinanzministeriums an zwei Gesetzen – unter anderem dem Bankenrettungsgesetz – und einer Verordnung mitgewirkt.
Zweimal war Steinbrück Redner bei Baker & McKenzie. Am 6. Oktober 2010 hielt er in Frankfurt einen Vortrag anlässlich des „Forums für Recht und Soziale Marktwirtschaft“, am 6. April 2011 trat er beim European and Middle Eastern Partners Meeting in Berlin auf.
Auch GSK Stockmann + Kollegen sicherte sich jüngst die Dienste Steinbrücks. Noch am 13. September dieses Jahres war er dort als Redner eingeladen.
Über seine Engagements bei Kanzleien hinaus trat der SPD-Politiker auch bei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wie KPMG und PricewaterhouseCoopers auf.
Insgesamt kassierte Steinbrück nach einem Bericht der von ihm beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth + Klein in dem Prüfungszeitraum für 89 Vorträge rund 1,25 Millionen Euro Honorar.
Den Vorwurf möglicher Interessenkonflikte wies Steinbrück zurück. Zukünftig will er Honorare für Vorträge gemeinnützigen Zwecken zukommen lassen.