Weltbild-Insolvenz

Nächstes großes Verfahren für Geiwitz

Die Augsburger Verlagsgruppe Weltbild hat heute Insolvenz angemeldet. Das örtliche Insolvenzgericht bestellte Arndt Geiwitz (44) von Schneider Geiwitz & Partner zum vorläufigen Insolvenzverwalter und bescherte dem viel beschäftigten Wirtschaftsprüfer damit ein weiteres Großverfahren.

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Arndt Geiwitz
Arndt Geiwitz

Geiwitz stand 2012 als Insolvenzverwalter der Drogeriekette Schlecker ein Jahr lang im Blickpunkt. Auch 2013 ist er immer wieder mit bedeutenden Fällen beauftragt worden, etwa als Verwalter der deutschen Alpine-Bau-Gesellschaft (mehr …) und als Verwalter des Strumpfherstellers Kunert (mehr …). Die Kanzlei Schneider Geiwitz mit Stammsitz in Neu-Ulm ist seit jeher multidisziplinär aufgestellt und hat zuletzt mit dem Zugang von Dr. Andreas Schrettl von Taylor Wessing ihren Rechtsberatungszweig verstärkt (mehr …).

Der Weltbild-Konzern hat insgesamt 6.800 Mitarbeiter, davon 2.300 in Augsburg. Vom heutigen Antrag nicht betroffen sind die Buchhandelsfilialen, die Gesellschaften in Österreich und der Schweiz sowie das Internetportal bücher.de. Im zweiten Halbjahr 2013 war der Umsatz bei Weltbild geringer ausgefallen als erwartet. Dies führte zu einem höheren Finanzierungsbedarf und damit verbunden dem Wegfall der bisherigen Fortführungsprognose.

Gerüchte über ein Aus von Weltbild hatten bereits im September die Runde gemacht. Die Gesellschafter sind zwölf katholische Diözesen, der Verband der Diözesen Deutschlands und die Soldatenseelsorge Berlin. Sie haben Ende Oktober Josef Schultheis als Restrukturierungs-Geschäftsführer in das Unternehmen geholt.

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