Gröller ist seit fast 26 Jahren bei Freshfields tätig, davon seit 2007 als Partner und seit 2019 auch als Managing-Partner des Wiener Büros. Diese Aufgabe wird er dem Vernehmen nach vorerst auch weiterhin wahrnehmen. Die reguläre Zeit für das Amt des Managing-Partners für Kontinentaleuropa beträgt bei Freshfields nach JUVE Informationen vier Jahre und kann in Ausnahmefällen um zwei Jahre verlängert werden.
In seiner neuen Rolle als Regional Managing Partner für Kontinentaleuropa wird Gröller für alle europäischen Standorte außerhalb Großbritanniens zuständig sein und die Zusammenarbeit innerhalb der Kanzlei weiter ausbauen. Der Corporate/M&A-Spezialist zählt namhafte österreichische Unternehmer- und Industriellenfamilien wie Porsche und Flick zu seinen Mandanten. Genauso berät er aber auch internationale Unternehmen wie den brasilianischen Zellstoffproduzenten Suzano, den japanischen Logistikdienstleister Nippon Express oder den österreichischen Stromversorger EVN.
Bewegte Amtszeit mit vielen Errungenschaften
Paul wird sich ab Oktober wieder zu 100 Prozent seiner Mandatsarbeit widmen. Er ist seit 2008 Partner bei Freshfields und berät vornehmlich zu Private-Equity-Transaktionen. Seine Laufbahn bei der Kanzlei startete er 2001. Während seiner Zeit als Managing-Partner für Kontinentaleuropa widmete er sich insbesondere den Herausforderungen, die die Corona-Pandemie für die Kanzlei mit sich brachte, sowie der Gründung einer Einheit für Massenverfahren innerhalb der Kanzlei mit mehreren Standorten. In seine Amtszeit fiel unter anderem auch die Eröffnung eines Büros in Bratislava sowie der Ausbau des Berliner Hub und Labs für künstliche Intelligenz.
Fokus auf internationale Zusammenarbeit
Gröller wird beim Thema KI anknüpfen und wie Paul weiter die kontinentaleuropäische Zusammenarbeit vorantreiben. Eine wichtige Aufgabe dürfte auch die Intensivierung der transatlantischen Zusammenarbeit sein, denn Freshfields baut seit einiger Zeit massiv in den USA aus. Aus Kontinentaleuropa kann hier vor allem die Zusammenarbeit auf internationalen Deals einen Beitrag leisten. So kommen etwa bei grenzüberschreitenden Private-Equity-Transaktionen zunehmend deutsche oder andere kontinentaleuropäische Büros in eine federführende Rolle obwohl das Mandat keine konkreten Bezüge zu diesen Ländern aufweist. Diese Entwicklung soll auch Gröller weiter vorantreiben.
Erst kürzlich hatte Freshfields ihre internationale Senior-Partnerin Georgia Dawson ab Januar 2026 für eine weitere Amtszeit bestätigt und gleichzeitig ihr Führungsgremium verkleinert. Zu dem gehört weiterhin der Frankfurter Corporate-Partner Rick van Aerssen.