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28.11.2012

Nürburgring: Sanierer und Betreiber einigen sich mit Martini Mogg und Redeker

Die Sanierer der Nürburgring GmbH und die Betreibergesellschaft Nürburgring Automotive GmbH haben ihren Streit beigelegt. Dadurch kann der europaweite Verkaufsprozess für die Rennstrecke in der Eifel im Frühjahr starten.

Ottmar Martini

Die Parteien einigten sich rückwirkend zum 31. Oktober über die Rückgabe der Rennstrecke sowie der Immobilien am Nürburgring. Dem Vergleich vorausgegangen war ein Finanzierungsdebakel sowie ein langer und heftiger Streit über ausstehende Pachtzahlungen (mehr…).

Im Juli hatte die Nürburgring GmbH schließlich Insolvenz anmelden müssen (mehr…), nachdem sie eine notwendige Rettungsbeihilfe bei der EU-Kommission nicht rechtzeitig genehmigt bekam. Sachwalter ist seit November Jens Lieser von der Koblenzer Kanzlei Lieser. Sanierungsgeschäftsführer ist Prof. Dr. Dr. Thomas Schmidt, Partner der Trierer Sozietät König.

Berater Sanierer/Sachwalter
Martini Mogg Vogt (Koblenz): Dr. Ottmar Martini, Sascha Unger (beide Gesellschaftsrecht), Désirée Demuth (Markenrecht)
Müller-Wrede & Partner (Berlin): Gabriele Quardt, Christoph von Donat (beide Beihilferecht)

Berater Nürburgring Automotive GmbH
Redeker Sellner Dahs (Bonn): Dr. Jürgen Lüders (Federführung), Dr. Andreas Rosenfeld; Associates: Joanna Ruszkowska (beide EU-Recht; beide Brüssel), Dr. Markus Dierksmeier, Nina Linder (beide Corporate)
Hoffmann Liebs Fritsch & Partner (Düsseldorf): Claus Eßers (Federführung), Daniel-Sebastian Kaiser

Hintergrund: Die Berater sind fast alle auch schon zuvor im Komplex rund um den Nürburgring aktiv gewesen. Redeker und Hoffmann Liebs betreute die bisherige Betreibergesellschaft auch schon bei deren Streit mit der Nürburgring GmbH.

Auf der Gegenseite standen seinerzeit als Beraterin des Landes Rheinland-Pfalz als Mehrheitseignerin der Nürburgring GmbH (mehr…) Ernst & Young Law sowie Martini Mogg Vogt. Letztere berieten die Gesellschaft beziehungsweise das Land anschließend auch im Zusammenhang mit der Insolvenz.

Müller-Wrede hingegen tauchte nun in Sachen Nürburgring zum ersten Mal auf. Der Sachwalter Lieser holte sie für beihilferechtliche Fragen ins Boot. Schließlich gibt es neben dem Antrag auf Rettungshilfe auch ein Prüfverfahren der EU-Kommission gegen die Landesregierung wegen eines möglichen beihilferechtlichen Verstoßes (mehr…). (Parissa Kerkhoff)

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