Artikel drucken
29.07.2013

Baumarkt-Insolvenzen: Max Bahr zwischen zwei Verwaltern aufgeteilt

Mit der Insolvenz derjenigen Praktiker-Tochtergesellschaften, die für die Max-Bahr-Baumärkte zuständig sind, kommt im dritten Anlauf auch ein Hamburger Insolvenzverwalter zum Zug. Jens-Sören Schröder von Johlke Niethammer & Partner ist seit Freitag für 78 Max-Bahr-Filialen verantwortlich, weitere 54 Betriebe betreut Christopher Seagon von Wellensiek.

Zwei Wochen zuvor hatte Praktiker in zwei Stufen Insolvenz angemeldet. Zunächst hatte das Amtsgericht Hamburg einen auswärtigen Verwalter, Seagon aus Heidelberg, für die operativen Praktiker-Gesellschaften bestellt. Für die Praktiker AG bestellten die Hamburger Richter keinen Verwalter. Die Gründe sind nicht bekannt. Später kam das Amtsgericht Saarbrücken einem Insolvenzantrag für die AG nach und bestellte Udo Gröner von Heimes & Müller (mehr …). Der offizielle Sitz der Muttergesellschaft liegt nach wie vor im saarländischen Kriftel.

Dass für die 132 Max-Bahr-Standorte zwei verschiedene Verwalter installiert wurden, hat sachliche Gründe. Die 54 jetzt von Seagon betreuten Märkte waren erst kürzlich infolge der Sanierungsstrategie von der Marke Praktiker auf die Marke Max Bahr umgestellt worden. Sie hängen gesellschaftsrechtlich noch am Praktiker-Zweig.

Schröder, der den größeren Teil von Max Bahr verwaltet, ist in Norddeutschland sehr renommiert. Er betreute zuletzt mehrere Insolvenzen aus dem Schifffahrtsbereich sowie einzelne Fondsgesellschaften, die zum Umfeld des bundesweiten S&K-Anlageskandals gehören (mehr …). (Markus Lembeck)

  • Teilen