Eine besonders positive Bilanz meldeten die Gesellschaftsrechts- und Transaktionsteams (rund 60 Prozent des Umsatzes), die kräftig von der internationalen Reichweite der Kanzlei profitieren konnten. Der Anteil der Banking-Praxis ging unterdessen von 50 auf rund 40 Prozent am deutschen Gesamtumsatz zurück.
Der Umsatz pro Berufsträger stieg nur marginal auf 342.700 Euro. Norton Rose liegt damit in etwa gleichauf mit Graf von Westphalen (343.200 Euro) und Esche Schümann Commichau (344.200 Euro). Zu internationalen Wettbewerbern wie Salans (390.800 Euro) oder Taylor Wessing (426.200 Euro) bleibt allerdings noch Luft.
Die deutsche Norton Rose-Praxis um Managing-Partner Dr. Alexander von Bergwelt hatte 2011 vor allem in Frankfurt ein unruhiges Jahr mit zahlreichen Zu- und Abgängen erlebt. Unter anderem war die Bank- und Finanzrechtspraxis durch den Ausstieg eines Teams um den renommierten Aufsichts- und Investmentrechtler Frank Herring geschwächt worden (mehr…). Dafür verstärkte sich Norton Rose dort um die international angesehene Schiedsexpertin Patricia Nacimiento (mehr…) und baute ihre Energierechtspraxis am Main mit weiteren DLA-Partnern aus (mehr…). Dank der starken Corporate-Bilanz haben sich diese Turbulenzen unter dem Strich nicht negativ bemerkbar gemacht.
International ergibt sich bei Norton Rose ein ähnliches Bild wie in Deutschland. Der Gesamtumsatz legte weltweit dank der 2011 neu dazugekommenen Präsenzen erneut kräftig zu und stieg von umgerechnet 573,7 auf 966,1 Millionen Euro. Norton Rose hatte 2011 massiv ausgebaut und ist seitdem auch in Kanada und Südafrika vertreten (mehr…).