Juve Plus Next Six

Starlinger Mayer wird Teil von Forvis Mazars in Österreich

Starlinger Mayer schließt sich Forvis Mazars an und tritt künftig unter deren Marke auf. Die Wiener Wirtschaftskanzlei erweitert damit das Beratungsangebot von Forvis Mazars um eine Legal Service Line, bleibt jedoch rechtlich eigenständig. Zugleich schließt sich ihr eine bekannte Kartellrechtspartnerin an.

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Die Kanzlei arbeitet seit vielen Jahren regelmäßig mit der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Forvis Mazars zusammen. Von den Schwerpunkten und Mandanten her passen beide gut zusammen. Starlinger Mayer ist insbesondere anerkannt für ihre Expertise im Kartell- und Wettbewerbsrecht, Energierecht sowie im Liegenschaftsrecht. Auch bei Transaktionen arbeiten beide bereits eng zusammen.

Peter Wundsam

Die Integration soll Mandanten ein umfassenderes Serviceangebot bieten, das rechtliche, steuerliche und wirtschaftliche Fragen enger miteinander kombiniert. Peter Wundsam, Managing-Partner bei Forvis Mazars in Österreich, begründet den Schritt mit zunehmend interdisziplinären Herausforderungen der Mandanten: „Mit der neuen Legal Service Line können wir rechtliche Fragestellungen noch enger mit steuerlichen, regulatorischen und wirtschaftlichen Aspekten verknüpfen und so einen echten Mehrwert schaffen.“ Für Forvis Mazars sei dies ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Marktposition in Österreich. Tatsächlich ist sie die erste der sogenannten Next Six, die sich in Österreich mit einem eigenen Rechtsberatungsarm positioniert.

Wechselhafte Kanzleigeschichte

Thomas Starlinger

Starlinger Mayer wurde 2015 von den ehemaligen Fiebinger Polak-Anwälten Dr. Thomas Starlinger (65) und Christian Mayer (45) gegründet. 2018 schloss sich die Kanzlei mit dem renommierten Arbeitsrechtsteam von Kunz Schima Wallentin (KSW) zusammen und benannte sich in Schima Mayer Starlinger um. Seit dem Ausscheiden von Prof. Dr. Georg Schima 2025 firmiert die Kanzlei wieder unter ihrem ursprünglichen Namen Starlinger Mayer.

Christian Mayer

Nun tritt sie unter der Marke Forvis Mazars auf, bleibt jedoch rechtlich eine eigenständige Rechtsanwaltsgesellschaft. Gesellschafter sind weiterhin die beiden Namenspartner sowie Stephan Schmalzl und Markus Dax, die Anfang 2026 zu Equity-Partnern ernannt wurden. Insgesamt sind aktuell knapp 20 Juristinnen und Juristen bei der Kanzlei beschäftigt. Kartellrechtspartner Mayer wird die Legal Service Line zukünftig leiten. In der neuen Struktur bietet die Kanzlei ihren Mandanten künftig ein internationales Netzwerk mit über 40.000 Fachleuten in über 100 Ländern, davon mehr als 800 Anwältinnen und Anwälte.

Quereinsteigerin kommt von Saxinger

Christina Hummer

Weitere Verstärkung erhielt das angesehene Kartellrechtsteam der Kanzlei durch den Zugang einer Quereinsteigerin: Mitte März schloss sich die anerkannte Kartellrechtspartnerin Dr. Christina Hummer (48) der Praxis an. Die international erfahrene Kartellrechtlerin kommt von Saxinger, für die sie seit 2010 in Brüssel tätig war. Bei Starlinger Mayer wird sie Teil des Wiener Teams, deckt aber weiterhin das Geschäft in Brüssel ab. Hummer bringt umfassende Erfahrung in grenzüberschreitenden Kartellverfahren und der kartellrechtlichen Compliance mit.

Forvis Mazars ist in Österreich bereits mit Standorten in Wien und Krems vertreten und beschäftigt 16 Partnerinnen und Partner und mehr als 240 Mitarbeitende. International ist Forvis Mazars in mehr als 100 Ländern vertreten.

Big Four als Wegbereiter

Das Potenzial eines eigenen Rechtsarms in Österreich haben unter den Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften zuerst die Big Four erkannt. Die letzte Einheit aus diesem Kreis, die sich in Österreich einen Rechtsarm zugelegt hat, war KPMG. 2019 schloss sich ein Team um die ehemaligen Baker-Partner Dr. Dieter Buchberger und Wendelin Ettmayer zu KPMG Law – Buchberger Ettmayer zusammen. Seit 2017 kooperiert die Wiener Kanzlei Jank Weiler Operenyi mit dem Rechtsberatungsarm der internationalen Wirtschafts-, Steuer- und Unternehmensberatung Deloitte.

Den Anfang hatte EY (damals noch Ernst & Young) Ende 2012 gemacht, als sich Dr. Mario Gall, Dr. Helen Pelzmann und Dr. Stephan Hofmann den EY-Rechtsberatungsarm Pelzmann Gall (heute Pelzmann Gall Größ) gründeten. 2016 folgte mit PwC Legal die nächste große Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Sie kooperiert mit Oehner & Partner, die seit dem Weggang des Gründungspartners Dr. Christian Oehner als PwC Legal Rechtsanwälte firmiert.

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