Ausschlaggebend für die Trennung sollen unterschiedliche Vorstellungen zur Ausrichtung der Kanzlei gewesen sein. Während Starlinger Mayer in den Räumlichkeiten der alten Einheit bleibt und deren Rechtsnachfolgerin ist, hat Schima in Wien mit Conclusio Schima eine eigene Kanzlei mit kleinem Team gegründet. Der 64-Jährige zählte über viele Jahre zu den führenden Arbeitsrechtlern Österreichs, spezialisierte sich zuletzt aber zusehends auf die Schnittstelle zum Gesellschafts- und Stiftungsrecht.
Nach der Aufspaltung arbeiten 16 Juristinnen und Juristen bei Starlinger Mayer. Neben den beiden Namenspartnern als Gesellschafter sind das fünf Salary-Partner, drei Rechtsanwälte, fünf Konzipienten sowie ein of Counsel. Dazu kommt ein Rechtsanwalt in Kooperation mit österreichischer und deutscher Zulassung.
Mayer (44) ist auf Wettbewerbs- und Kartellrecht spezialisiert, der 64-jährige Starlinger gilt als Experte für Energierecht. Beide firmieren nicht zum ersten Mal gemeinsam. Schon 2015 gründeten sie erstmals Starlinger Mayer, schlossen sich drei Jahre später mit Schima zusammen und agierten bis Ende Juni als Schima Mayer Starlinger. Nun arbeiten sie wieder als Starlinger Mayer zusammen.
Ab- und Zugänge im Arbeitsrecht
Schon vor der Trennung musste die Kanzlei einige Abgänge verkraften, speziell im Arbeitsrecht. So wechselte im Herbst 2024 Partnerin Birgit Vogt-Majarek zur Arbeitsrechtsboutique Burgstaller & Preyer. Zudem schlossen sich mehrere Anwältinnen und Anwälte Wettbewerbern wie Dorda, Herbst Kinsky oder KWR Karasek Wietrzyk an. Im Gegenzug verstärkte die Kanzlei die von Salary-Partner Philipp Gamauf geleitete Praxisgruppe im Oktober mit Arbeitsrechtlerin Sarah Lurf. Diese war schon zwischen 2016 und 2022 für die Kanzlei und anschließend für zwei Arbeitsrechtsboutiquen tätig.
Neben dem Arbeitsrecht sollen auch die Praxisgruppen M&A und Gesellschaftsrecht sowie Bank- und Finanzrecht, die Salary-Partner Stephan Schmalzl verantwortet, weiter wachsen. Darüber hinaus soll sich Immobilienrechter Markus Dax mit seinem Team verstärkt dem Liegenschaftsrecht widmen.
Und damit nicht genug: „Speziell die Arbeit an der Schnittstelle zwischen Kartell- und Gesellschaftsrecht ist natürlich sehr interessant. Diese können wir mit unserem eingespielten Team perfekt bedienen“, so Namenspartner Mayer. Zusammen mit Salary-Partner Moritz Am Ende beriet er zuletzt die Verlegerfamilie Dichand beim Kauf von 50 Prozent der Anteile der Kronen Zeitung von der Funke Mediengruppe. Mittelfristiges Ziel ist es laut Mayer, die Kanzlei zu einem One-Stop-Shop zu entwickeln.