Aktionäre fordern mehr Beteiligung bei Online-Hauptversammlungen
Viele Aktionäre sind aufgebracht: Bei den virtuellen Hauptversammlungen im vergangenen Jahr hatten sie kein Rede- und kein Auskunftsrecht während der Versammlung. Ein unmittelbarer Dialog mit dem Management fand nicht statt. Bei weitreichenden Strukturmaßnahmen und offensichtlichen Governance-Themen zogen sie daher anschließend mit Anfechtungsklagen zu Felde − so auch bei Rocket Internet, Axel Springer und der Deutschen Bank. Dass sich zur neuen HV-Saison bei vielen Unternehmen eine neue Dialogbereitschaft abzeichnet, mag ein schwacher Trost sein.
Die weitreichende Beschränkung der Aktionärsrechte war durch das Gesetz zur Abmilderung der Folgen der Covid-19-Pandemie (COMVG) eingeläutet worden. So sollte es auch in der außergewöhnlichen Situation der Reisebeschränkungen und des Lockdowns möglich sein, Hauptversammlungen durchzuführen. Das Maßnahmengesetz wurde durch Rechtsverordnungen inzwischen bis Ende 2021 verlängert. Allerdings gelten ab März ein paar Neuerungen für die virtuellen HVs.
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