Verfahren

  Juve Plus German Property Group

Der Insolvenzkrimi um die German Property Group ist um ein weiteres Kapitel reicher: Das Amtsgericht Bremen hat nun den Insolvenzantrag zurückgewiesen, wogegen German Property sofortige Beschwerde eingelegt hat. In dem aus Verwaltersicht lukrativen Verfahren muss nun das Landgericht Bremen als übergeordnete Instanz entscheiden, ob das örtliche Verfahren mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Prof. Dr. Gerrit Hölzle von Görg fortgeführt werden kann.

  Juve Plus Erstes BGH-Urteil im Lkw-Kartell

Die Prozesslawine um das Lkw-Kartell hat den Bundesgerichtshof erreicht. Seit gestern gibt es ein erstes Urteil: Formal hat Daimler gewonnen, allerdings ließ der Verlauf der Verhandlung darauf schließen, dass die Lkw-Konzerne wohl manche bittere Pille schlucken müssen – und am Ende doch noch die Klägerin, eine Baufirma aus Verden, triumphieren könnte.

  Juve Plus Cum-Ex

Im Streit um Schadensersatzforderungen aus so genannten Cum-Ex-Geschäften hat es erneut ein Urteil gegeben: Das LG Frankfurt wies eine Schadensersatzklage der Hamburger Warburg Bank gegen die Deutsche Bank ab. „Die Privatbank Warburg ist originäre Steuerschuldnerin und hat die Steuern daher auch im Verhältnis zur Deutschen Bank primär zu tragen“, entschied das Gericht.

  Juve Plus Wirecard

Die Talfahrt von Wirecard war nicht mehr zu stoppen, seit KPMG im Frühsommer 2020 ihren Prüfbericht veröffentlichte. Darin warfen die Wirtschaftsprüfer dem Zahlungsdienstleister Bilanzmanipulation vor. Im August ging nun in Österreich die erste Schadensersatzklage an das Bezirksgericht Kitzbühel. Sie richtet sich gegen den früheren CEO Markus Braun.

  Juve Plus German Property Group

Der milliardenschwere Insolvenzfall der German Property Group stockt – unter anderem, weil unklar ist, welches Gericht für das Verfahren zuständig ist. Rund 180 Objektgesellschaften gehören zu der Gruppe, die bis vor Kurzem noch Dolphin Capital hieß und in Hannover-Langenhagen tätig war. Für jede der zahlreichen Gesellschaften muss das zuständige Amtsgericht ein eigenes Verfahren eröffnen.

  Juve Plus Paukenschlag

Arzneimittelhersteller dürfen gegen die gesetzlich vorgeschriebene Nutzenbewertung eines neuen verschreibungspflichtigen Medikaments klagen. Das entschied das Bundessozialgericht. Die Nutzenbewertung beeinflusst maßgeblich, wie viel die Krankenkassen für ein Medikament bezahlen. Mit dem Klagerecht ergeben sich für die Arzneimittelhersteller neue Möglichkeiten, auf die Preisgestaltung einzuwirken. Geklagt hatte das Schweizer Pharmaunternehmen Galderma.

  Juve Plus VW-Monitorship

Nach gut drei Jahren, inklusive einer Verlängerung, und rund 700 Millionen Euro Kosten endet das Monitorship beim VW-Konzern. US-Monitor Larry Thompson beendet seine Arbeit mit Zustimmung des US-Justizministeriums. Das Ende des Monitorships kommt fast zeitgleich mit der Zulassung der Anklage gegen Ex-VW-Chef Dr. Martin Winterkorn.

  Juve Plus Wirecard

Der Wirecard-Skandal ist Stoff für ganz großes Kino. Das haben auch die Fernsehsender Sky und rbb erkannt und eine Serie über eine der größten Wirtschaftsaffären in Auftrag gegeben. In Berlin laufen derweil die Vorbereitungen für einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Da für geschädigte Aktionäre bei Wirecard selbst kaum noch etwas zu holen ist, versuchen sie nun, sich an Wirtschaftsprüferin EY und der Bafin schadlos zu halten.

  Juve Plus Textbaustein-Gate

146 Seiten Textbausteine, die kaum auf das angegriffene Urteil eingehen – Berufung abgelehnt. Mit diesem Kuriosum machte vor Kurzem das OLG Köln Schlagzeilen. Der Beschluss ist in Zeiten stark automatisierter Massenverfahren kein Einzelfall. Eine exklusive JUVE-Auswertung zeigt, an welchen Gerichten sich die Fälle häufen – und welche Kanzleien betroffen sind.

  Juve Plus Bandenmäßiger Betrug

Das Landgericht Braunschweig hat fünf Jahre nach dem Auffliegen der Abgasaffäre bei Volkswagen das Hauptsacheverfahren gegen Dr. Martin Winterkorn zugelassen. Der frühere VW-Chef muss sich gegen den Vorwurf des „bandenmäßigen Betrugs“ verteidigen. Bei einigen der vier übrigen Angeklagten geht es zudem um Steuerhinterziehung und strafbare, wettbewerbsverzerrende Werbung.