Im Zuge dessen wurde der Sitz der Firma von Köln nach München verlegt und das Unternehmen von Generali Deutschland Holding AG in Generali Deutschland AG umbenannt. Zukünftig sollen zudem die Organisationen von Holding, Sach- und Lebensversicherung in der Generali Deutschland AG zusammengeführt werden. Diese soll dann in Form einer Matrixorganisation die Aktivitäten des Versicherers in Deutschland steuern und so unter anderem Kosten reduzieren und Synergien heben. Das klassische Geschäft mit Lebensversicherungen soll de facto aufgegeben werden.
Zum deutschen Teil der Generali gehören sieben Marken, unter anderem die Generali Versicherungen, Aachen-Münchener, Cosmos-Direkt und die Advocard Rechtsschutzversicherung. Medienberichten zufolge stehen insbesondere die Krankenversicherung Central und der Rechtsschutzanbieter Advocard bei den Restrukturierungsplänen auf dem Prüfstand. Zudem sollen zahlreiche Stellen abgebaut werden. Derzeit beschäftigt Generali in Deutschland knapp 14.000 Mitarbeiter.
Insbesondere Overhead-Funktionen und Vorstandsebenen werden reduziert. General Counsel Christoph Ebert wird das Unternehmen zum Jahresende verlassen und zur Wettbewerberin Zurich wechseln, dafür rückte Dr. Cornelia Inderst zum Oktober schon bei Generali auf. Ulrich Nießen wurde indes zum Personalchef und Arbeitsdirektor berufen.
Berater Generali:
Hogan Lovells (München): Dr. Hendrik Kornbichler
Inhouse (München): Ulrich Nießen (Head of HR, Vorstand), Christoph Gloeckner (Leiter Personal), Dr. Martin Kock (Leiter Arbeitsrecht), Klaus Beißel (Leiter Grundsatzfragen)
Berater Konzernbetriebsrat
Arbeitsrechtskanzlei Hamburg (Hamburg): Carola Greiner-Mai
Hintergrund: Hogan Lovells-Partner Kornbichler gehört bereits seit Jahren zu den Beratern von Generali in Deutschland. Er begleitete den Konzern unter anderem bei der Gründung von konzerninternen Dienstleistern, der Ausgliederung der Vertriebsaktivitäten der Aachen-Münchner auf die Deutsche Vermögensberatung und der Fusion von Generali und der Volksfürsorge. Die Arbeitsrechtspraxis von Hogan Lovells ist im Markt bekannt für ihre starke Präsenz bei Versicherern. Zu den Mandanten zählen unter anderem Ergo, Axa oder die Basler Versicherungen.
Carola Greiner-Mai gehört zu den bekannten Hamburger Arbeitnehmervertreterinnen. Marktpräsenz erlangte sie zunächst in der Hamburger Arbeitnehmerkanzlei Bertelsmann & Gäbert, ehe sie sich 2013 der Arbeitsrechtskanzlei Hamburg anschloss, unter dessen Dach sich einige renommierte Hamburger Betriebsratsanwälte zusammengefunden haben. Greiner-Mai kam hier ins Mandat, da sie bereits 2008 bei der Fusion von Generali, Volksfürsorge und Ampas den Gesamtbetriebsrat der Ampas beraten hatte.