Juve Plus Notstromsysteme

Deutz setzt beim Kauf von Frerk erstmals auf Milbank

Der Kölner Motorenhersteller Deutz erwirbt den Spezialisten für Notstromsysteme Frerk Aggregatebau von dessen Gesellschaftern. Mit der Übernahme will Deutz sein Geschäft im Bereich der dezentralen Energieversorgung deutlich ausbauen und sich breiter aufstellen.

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Durch den Zukauf des 1964 gegründeten niedersächsischen Unternehmens mit sieben Standorten in Deutschland erwartet Deutz einen zusätzlichen Umsatz von rund 100 Millionen Euro. Bis 2030 soll der Umsatz im Energiebereich auf etwa 500 Millionen Euro anwachsen. Deutz will sich derzeit mit diversen Zukäufen unabhängiger vom Geschäft mit Verbrennungsmotoren machen.

Frerk ist auf anspruchsvolle Notstromsysteme spezialisiert, die vor allem in kritischen Infrastrukturen wie Rechenzentren zum Einsatz kommen. Das Unternehmen beschäftigt rund 210 Mitarbeitende. Die bisherigen Gesellschafter werden dem Unternehmen auch künftig in verschiedenen Funktionen erhalten bleiben.

Nach der Integration des US-Herstellers Blue Star Power Systems im vergangenen Jahr schafft Deutz mit dem Kauf von Frerk ein global skalierbares Portfolio im Bereich dezentraler Energieversorgung.

Der Vollzug der Transaktion steht noch unter üblichen Vorbehalten, insbesondere der kartellrechtlichen Freigabe, und wird im Laufe des ersten Quartals 2026 erwartet.

Die Berater im Überblick

Martin Erhardt

Berater Deutz
Inhouse Recht (Köln): Alexander von Voß (General Counsel) – aus dem Markt bekannt
Milbank (München): Dr. Martin Erhardt (M&A; Federführung), Dr. Thomas Kleinheisterkamp (Steuerrecht), Dr. Michael Pujol (M&A), Dr. Gerrit Merkel (Finanzierung; Frankfurt); Associates: Dr. Thomas Vogl (M&A), Christoph Wolf (Steuerrecht), Jan Maas (Kartellrecht), Jonathan Grumann (M&A), Miriam Arimond (Finanzierung; beide Frankfurt)
Reius (Hamburg): Panu Siemer (Immobilienrecht) – aus dem Markt bekannt
Pusch Wahlig (München): Ingo Sappa (Arbeitsrecht) – aus dem Markt bekannt

Christian Nordholtz

Berater Frerk-Gesellschafter
KPMG Law (Hannover): Dr. Christian Nordholtz (M&A; Federführung), Dr. Jonas Brueckner (Kartellrecht; Berlin),
Dr. Marlon Wehrenberg, Markus Zawalich (Bielefeld; beide M&A), Dr. Daniel Taraz (IT- und Datenschutzrecht; Hamburg); Associates: Philipp Augenstein (M&A; München)
KPMG (Hannover): Falko Fiedler-Schliemann, Jan Hildebrand; Associate: Roman Telaar (Münster; alle Steuerrecht)

Notariat
Hermanns & Schumacher (Köln): Dr. Marc Hermanns – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Milbank wurde erstmals für Deutz tätig, kennt aber den General Counsel des Kölner Motorenherstellers schon lange: Seit Oktober ist Alexander von Voß General Counsel des Unternehmens. Von Voß arbeitete zuvor viele Jahre beim Medienkonzern ProSiebenSat.1, einer langjährigen Milbank-Mandantin. 2020 war Erhardt beispielsweise einer der federführenden Partner eines internationalen Milbank-Teams, das ProSiebenSat.1 beim Erwerb der amerikanischen The Meet Group beriet. Damals steuerte ein Team um von Voß als Chief Legal Officer die Transaktion auf Inhouse-Seite.

In der Vergangenheit hatte Deutz bei seinen Akquisitionen auf wechselnde Berater gesetzt. Den Zukauf des Drohnenzulieferers Sobek im vergangenen Jahr beriet ein Team um den Düsseldorfer Taylor Wessing-Partner Dr. Klaus Grossmann. Die Kanzlei hatte Deutz auch 2024 bereits bei einer Kooperation mit dem indischen Landtechnikkonzern TAFE Motors and Tractors Limited beraten. Bei früheren Transaktionen war regelmäßig Freshfields im Einsatz, zudem berieten auch Forvis Mazars sowie PricewaterhouseCoopers Legal zu einem Zukauf bzw. einer Beteiligung.

KPMG Law kam über einen persönlichen Kontakt des Hannoveraner Partners Nordholtz zu den Familiengesellschaftern zustande. Die Big-Four-Gesellschaft beriet die Transaktion dann umfassend. Neben dem Legal- und steuerlichen Part, waren auch Teams aus den Bereichen Finance sowie M&A-Advisory im Einsatz.

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