Juve Plus UK-Expansion

E.on wird mit deutsch-britischem Inhouse-Team zum größten Energieanbieter

Der Energiekonzern E.on erwirbt den britischen Energieanbieter Ovo. Durch die Transaktion, für die ein Kaufpreis von rund 600 Millionen Pfund im Raum steht, entsteht der nach Kundenzahl größte Haushaltsenergielieferant Großbritanniens. Die Übernahme unterliegt noch der Genehmigung durch die britische Wettbewerbsbehörde.

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Mit dem Zukauf baut E.on seine Position auf dem britischen Markt deutlich aus. Das Unternehmen versorgt dort bereits 5,6 Millionen Kunden, OVO weitere vier Millionen. Der kombinierte Kundenstamm von etwa 9,6 Millionen Haushalten übertrifft damit den bisherigen Marktführer Octopus. Ein Abschluss der Transaktion wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet.

E.on will die Übernahme nutzen, um innovative Energielösungen in Großbritannien zu entwickeln und europaweit zu skalieren. Der britische Markt gilt dem Konzern als wichtiger Wachstumsmarkt für Flexibilitäts- und kundenorientierte Energielösungen. Mit etwa sieben Millionen installierten Smart Metern erreichen E.on und Ovo in Großbritannien eine Abdeckung von mehr als 60 Prozent ihrer Kunden. Diese digitale Infrastruktur soll als Basis für weitere Innovationen in den Bereichen Elektrizität, Wärmeversorgung und Elektromobilität dienen.

Ovo hatte 2019 das Endkundengeschäft von SSE für 500 Millionen Pfund übernommen und sich damit zu einem der größten britischen Energieversorger entwickelt. Bis zur behördlichen Genehmigung agieren E.on und Ovo als rechtlich und operativ unabhängige Unternehmen.

Die Berater im Überblick

Gareth Cook

Berater E.on
Inhouse Recht (Essen): Gareth Cook (Head of Legal M&A), Lille Barski (Head of Antitrust Law), Torsten Decker (Senior Legal Counsel M&A), Roman Seifert (Senior Legal Counsel Antitrust), Marius Lautwein (VP Contract Management), Kirin Kalsi (Director of Legal, Compliance and Data Protection), Joanne Hoad (Head of Regulatory Law), Maria Bines (Senior Legal Counsel), Sarah Hall (Senior Legal Counsel; alle UK)
Linklaters (London): Chris Staples (Co-Federführung; Infrastruktur/M&A), Natura Gracia (Kartellrecht/Regulierung), Georgina Kon (IT/IP), Sam Lintonbon (Steuerrecht), Sima Ostrovsky (Kartellrecht/Regulierung), Thomas Chappatte (Energie/Regulierung); Associate: Patrick Fincham (Corporate/M&A; Co-Federführung)

Berater Ovo
Slaughter and May (London): Alex Dustan, Hemita Sumanasuriya (beide Corporate/M&A), Caroline Phillips (Finanzierung), Lisa Wright (Kartellrecht), Gareth Miles (Steuerrecht), David Shone (Finanzaufsichtsrecht), Charles Cameron, Phil Linnard (beide Arbeitsrecht), Simon Bartle (Immobilienwirtschaftsrecht), Laura Houston (IP/IT), Jamshed Bilimoria (Steuerrecht), David Rintoul (Arbeitsrecht); Associates: David Subel, Teodora Stanoeva, Robbie Hardless, Charles Papworth (alle Corporate/M&A), Teddy Rose, James Kaye (beide Finanzierung), Madalina Secareanu, Luis Guincho, Harry MacGregor, Simi Fajemisin (alle Kartellrecht), Diwankar Agrawal (Steuerrecht), Jay Welch, Jacob Darcy (Finanzaufsichtsrecht), Kathryn Wilson, Olivia Harrison (beide Arbeitsrecht), Summer Houlder (Immobilienwirtschaftsrecht), Ian Ranson, Christopher Burns, Natasha Pappas (alle IP/IT)

Lilie Barski

Hintergrund: Wie die Beziehung von Slaughter zu Ovo ist auch die Beziehung zwischen Linklaters und dem deutschen Energiekonzern E.on fest etabliert. Auf den Düsseldorfer Partner Dr. Ralph Wollburg setzte das Unternehmen bereits zur Abspaltung von Uniper sowie zur Neuaufteilung von Energiesektorassets mit RWE vor mittlerweile fast zehn Jahren.

Zur Übernahme der britischen Ovo nahm sich das Inhouse-Team von E.on ebenso Linklaters zur Seite. Das Londoner Team wurde von Partner Staples und Managing Associate Fincham angeführt, die von einem großen Inhouse-Team unterstützt wurden.

E.on-Inhouse: Essen und England wachsen zusammen

In Großbritannien stützt E.on seine Expansion auf ein wachsendes Inhouse-Team, das zum Deal mit Ovo aus der zentralen Rechtsabteilung heraus von Cook gesteuert wurde. Der ehemalige Shoosmiths-Anwalt ist seit über vier Jahren bei E.on tätig. Bis vergangenen Sommer war er Teil der britischen Rechtsabteilung des Konzerns. Seit rund einem Jahr ist er Head of Legal M&A in der deutschen Zentrale. Der Zukauf von Ovo ist der größte Deal, den Cook bislang verantwortete und bei dem er auch intensiv mit seinen britischen Kollegen und Kolleginnen zusammenarbeitete.

Aus dem zentralen Rechtsbereich des Konzerns in Essen sind neben M&A auch Energiehandelsthemen beraten worden. Auch die Kartellrechtler haben sich intensiv mit der Übernahme beschäftigt. Zum Team gehört neben der Abteilungsleiterin Barski auch Seifert, der nach JUVE-Informationen zum Monatswechsel zum Head of Legal bei der E.on Energy Infrastructure Solutions ernannt wurde, eine Konzerntochter, die Städten und der Industrie nachhaltige Energielösungen anbietet.

Neben Seifert wechselte auch Kristina Bode als Head of Board Office in die Tochtergesellschaft, die damit ihr Führungsteam um Director Legal Affairs & Commercial Regulation, Christian Thönes, vervollständigt. Auch Bode wechselt aus der Konzernzentrale und verantwortet die Governance, während sie die Themen Recht, Compliance und Datenschutz weiterentwickelt.

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