Im Rahmen der exklusiven globalen Lizenz- und Kooperationsvereinbarung erhält Bayer die Rechte an Kumquats präzisionsonkologischer Plattform. Diese dient der Entwicklung von kleinen Molekülen, die selektiv Krebszellen angreifen. Die Technologie soll die Wirksamkeit der Therapie erhöhen und gleichzeitig gesundes Gewebe schonen.
Bayer entrichtet zunächst eine nicht genannte Vorabzahlung sowie kurzfristige Meilensteinzahlungen. Kumquat kann zudem erfolgsabhängige Meilensteinzahlungen für Entwicklung, Zulassung und Vermarktung sowie gestaffelte Lizenzgebühren auf den Nettoumsatz erhalten. Das Gesamtvolumen der Vereinbarung liegt bei bis zu 1,3 Milliarden US-Dollar.
Die Kooperation konzentriert sich auf die Entwicklung von niedermolekularen Präzisionstherapeutika für die Onkologie. Kumquat wird die präklinische Forschung leiten, während Bayer für die klinische Entwicklung und weltweite Vermarktung verantwortlich sein wird. Die Partnerschaft zielt darauf ab, neuartige Therapien für Krebspatienten zu entwickeln.
Kumquat Biosciences, ein 2019 gegründetes Unternehmen mit Sitz in San Francisco, hat sich auf die Entwicklung von zielgerichteten Krebstherapien spezialisiert. Die Zusammenarbeit mit Bayer soll die Entwicklung innovativer Krebsmedikamente beschleunigen und Kumquats Technologieplattform mit Bayers globaler Entwicklungs- und Vermarktungsexpertise kombinieren.
Die Berater im Überblick
Berater Bayer
Inhouse Recht (Berlin): Christoph von Kupsch (Federführung), Dr. Markus Albers (Patentrecht), Elske Henny (Kartellrecht; alle Syndikusrechtsanwälte) – aus dem Markt bekannt
Baker McKenzie (Washington): Creighton Macy (Federführung), Nicolas Kredel, Jan Kresken (beide Düsseldorf); Associates: Duk-ki Moon, Marisa Dieken (alle Kartellrecht)
Berater Kumquat
Wilson Sonsini Goodrich & Rosati (Palo Alto): Ian Edvalson, Norm Hovijitra (beide Corporate/M&A), Michelle Yost Hale (Kartellrecht), Kimberley Biagioli (Regulierung; beide Washington); Associate: Adam Kaldor (Corporate/M&A; San Diego)
Hintergrund: Der Prozess wurde seitens des deutschen Konzerns dem Vernehmen nach von einem Inhouse-Team um den Berliner IP-Spezialisten von Kupsch gesteuert. Zum Kartellrecht und zum Patentrecht waren die Syndikusanwälte Albers und Henny involviert. Die erfahrenen Bayer-Inhouse-Teams übernehmen regelmäßig zentrale Aufgaben bei Transaktionen. Von Kupsch war Teil des Teams, das 2020 die 2 Milliarden Dollar schwere Übernahme des US-Gentherapie-Unternehmens AskBio begleitete.
Bayer setzt regelmäßig auf Baker. Vor fünf Jahren waren bei der AskBio-Transaktion deutsche und US-amerikanische M&A-Berater an der Spitze eines großen Teams mandatiert, diesmal geht es um kartellrechtliche Aspekte. Federführender Partner der kleinen Gruppe war mit Macy der Kopf der globalen Antitrust-Praxis der Kanzlei, an seiner Seite wirkten die beiden Düsseldorfer Partner Kredel und Kresken.
Die kalifornische Vertragspartnerin wurde von einem Team von Wilson Sonsini beraten. An der Spitze standen die M&A-Partner Edvalson und Hovijitra aus Palo Alto. Die Westküstenkanzlei unterhält auch Büros in London und Brüssel.