Juve Plus Offshore-Windpark

Keppel steigt mit Clifford bei Borkum Riffgrund 2 ein

Der Singapurer Mischkonzern Keppel hat für einen Kaufpreis von 305 Millionen Euro 25 Prozent der Anteile am deutschen Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 2 übernommen. Verkäuferin der Anteile war Gulf International, eine Holding des thailändischen Stromerzeugers Gulf Energy.

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Dominik Heß

Im Rahmen der Transaktion erwarb ein Joint Venture aus Keppel Infrastructure Trust und der Keppel Corporation 50,01 Prozent an einer Zweckgesellschaft, die bislang ganz im Besitz von Gulf International war und nun 49,99 Prozent daran hält. Damit sind Keppel und Gulf künftig zu je 25 Prozent an Borkum Riffgrund 2 beteiligt. Gulf hatte sein Anteilspaket 2020 vom New Yorker Fondshaus Global Infrastructure Partners gekauft.

Auch der dänische Energiekonzern Ørsted bleibt weiterhin mit 50 Prozent an dem Projekt beteiligt. Der Deal soll bis Jahresende abgeschlossen sein, vorbehaltlich der nötigen regulatorischen Zustimmungen. 

Der Offshore-Windpark Borkum Riffgrund 2 liegt rund 54 Kilometer vor der niedersächsischen Küste in der deutschen Nordsee und ging 2019 offiziell in Betrieb. Mit einer Kapazität von 464,8 Megawatt können etwa 460.000 Haushalte mit grünem Strom versorgt werden. Für den Keppel Infrastructure Trust ist es die erste Investition in ein Offshore-Windprojekt. Erst im Juli hatte das Unternehmen eine Beteiligung an schwedischen und norwegischen Onshore-Windparks verkündet, zuletzt erwarb es zudem für 666 Millionen Singapur-Dollar den koreanischen Recyclingdienstleister Eco Management.

Berater Keppel
Clifford Chance (Düsseldorf): Dr. Dominik Heß (Corporate/M&A), Dr. Mathias Elspaß, Dr. Björn Heinlein (beide Energierecht; alle Federführung), Dr. Florian Mahler (Finanzierung), Dr. Tobias Kamerling (Corporate/M&A), Andreas Ruthemeyer (Finanzierung; Frankfurt); Associates: Ribana Piontek (Corporate/M&A), Zaid Mansour, Laura-Isabell Dietz (beide Energierecht) – aus dem Markt bekannt

Holger Hofmeister

Berater Gulf Energy Development
Skadden Arps Slate Meagher & Flom (Frankfurt): Dr. Holger Hofmeister (Federführung), Dr. Jan Bauer (beide Corporate), Dr. Johannes Frey (Steuerrecht), Dr. Rüdiger Schmidt-Bendun, Caspar Schmelzer (beide Corporate), Dr. Jörg Hanke (Bank- und Finanzrecht), Thorsten Götz (Kartellrecht); Associates: Lukas Nein, Niklas Haas (beide Corporate), Jermaine Washington (Außenwirtschaftsrecht)

Berater Ørsted
Hengeler Mueller: Dr. Sebastian Schneider (M&A/Energie; Frankfurt), Dr. Thorsten Mäger (Kartellrecht; Düsseldorf), Dr. Jan Bonhage (Investitionskontrolle), Andreas Breier (M&A/Energie; beide Berlin), Dr. Jörg Meinzenbach (Kartellrecht; Düsseldorf); Associates: Georg Tauser (M&A; Frankfurt), Dr. Anton Petrov (Investitionskontrolle; Berlin)

Hintergrund: Die deutsche Clifford-Praxis war erstmals für Keppel tätig. Der Kontakt kam über die Singapurer Partnerin Melissa Ng zustande. Ein Team um die Corporate-Spezialistin hatte Keppel Infrastructure Trust (KIT) zusammen mit der Metro Pacific Investments Corporation bereits 2020 beim Kauf von Philippine Tank Storage International Holdings beraten. Das nun federführende Partner-Team kennt das Riffgrund 2-Projekt allerdings schon aus der Vergangenheit sehr gut: 2017 beriet ein Team um Heinlein Global Infrastructure Partners (GIP), als dieses für 1,17 Milliarden Euro in den Windpark investierte, der sich damals noch im Bau befand. 2020 stand ein Team um Heinlein und Elspaß GIP dann beim Verkauf der Anteile an Gulf zur Seite.

Skadden hatte Gulf bereits 2020 beim Kauf der Riffgrund 2-Anteile beraten. Damals lag die Federführung bei Corporate-Partner Bauer, diesmal übernahm Hofmeister die Steuerung des Teams. Der Frankfurter Corporate-Spezialist war 2018 zeitgleich mit Bauers Wechsel von Gleiss Lutz zum Partner bei Skadden ernannt worden.

Sebastian Schneider

Hengeler zählt zu den langjährigen Stammkanzleien von Ørsted. Der dänische Energiekonzern setzte bereits bei der Entwicklung des Windparks auf die Kanzlei. Als Ørsted jüngst turnusgemäß ihr Panel neu ausschrieb, konnte sich Hengeler erneut als Beraterin im Bereich ,Full Service/M&A‘ behaupten. Ein Team um Schneider beriet den Energiekonzern zudem, als im Frühjahr Kirkbi Invest und William Demant Invest ihre indirekte Beteiligung am Windpark Borkum Riffgrund 1 an den Infrastrukturinvestor Greencoat Renewables verkaufte. Greencoat wurde dabei von einem Team von CMS Hasche Sigle beraten, Kirkbi und William Demant setzten auf Hogan Lovells.

 

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