Geplant ist die direkte Anbindung an das deutsche Wasserstoff-Kernnetz, das in Zukunft den Wasserstoff von Lubmin über Bitterfeld und das Chemiedreieck Frankfurt-Höchst bis in die süddeutschen Wirtschaftszentren transportieren soll. Am Standort Lubmin sind vier weitere Wasserstoffprojekte geplant, die Entwickler geben eine mögliche Gesamt-Elektrolysekapazität von rund vier Gigawatt an.
Initiator des Projekts ist die Berliner Gesellschaft PtX. Das 2020 gegründete Unternehmen bündelt Know-how aus dem Wasserstoffmarkt mit Erfahrungen bei komplexen Bau- und Infrastrukturprojekten.
Als weiterer maßgeblicher Partner tritt GP Joule auf, das bereits seit 2012 im Wasserstoffbereich tätig ist. Der Energieversorger aus dem nordfriesischen Reußenköge produziert und vermarktet Wind- und Solarstrom, grünen Wasserstoff und Wärme für die Elektro- und Wasserstoffmobilität, sowohl für die Industrie wie auch für private Haushalte. KGAL hält seit 2022 die Hälfte der Anteile an der zentralen Gesellschaft von GP Joule.
Seitens KGAL läuft die Beteiligung über den Energy-Transition-Fonds KGAL ESPF 6. Über ihn wurde bereits 2023 das Investment in ein Projekt für synthetischen Flugkraftstoff im dänischen Vordingborg finanziert. Partner ist hier der Entwickler Arcadia.
Berater KGAL
Watson Farley & Williams (München): Dr. Dirk Janssen (M&A/Private Equity; Federführung), Dr. Christian Bauer (Corporate/M&A), Dr. Maximilian Boemke, Dr. Christine Bader (beide Öffentliches Recht), Verena Scheibe (Steuerrecht), Dr. Sebastian Baum (Immobilienrecht; alle Hamburg); Associates: Christian Schulten-Baumer, Julian Kasper (beide Corporate/M&A), Ruwen Fritsche, Dr. Philipp Kleiner (beide Öffentliches Recht), Julia von der Blumensaat, Josephina Knauf (beide Immobilienrecht), Dr. Marlene Kowerk (Bank- und Finanzrecht; alle Hamburg)
Berater PtX Development
CMS Hasche Sigle (Berlin): Dr. Gerd Leutner (Federführung), Dr. Antje Becker-Boley (Stuttgart; beide Corporate/M&A), Dr. Christiane Kappes (Öffentliches Recht; Hamburg), Martin Cholewa (Kartellrecht; Stuttgart); Associates: Dr. Martin Eichholz, Maximilian Siebert (beide Corporate/M&A), Katja Meisel (Öffentliches Recht)
Notariat
Raue (Berlin): Dr. Friedemann Eberspächer – aus dem Markt bekannt
Hintergrund: Watson Farley hat KGAL unter der Federführung von Janssen bereits 2023 zu dem Projekt in Dänemark beraten. Die Mandatsbeziehung zur Kanzlei besteht seit über zehn Jahren. Als sich KGAL 2022 an GP Joule beteiligte, beriet Watson Farley GP Joule ergänzend zu einem Team von Hogan Lovells um Partner Dr. Torsten Rosenboom. Fieldfisher stand damals KGAL zur Seite. Sowohl Rosenboom wie auch der federführende Fieldfisher-Anwalt Daniel Marhewka sind ehemalige Watson Farley-Partner.
GP Joule war dem Vernehmen nach an der Aushandlung des Finanzierungvertrags mit KGAL nicht beteiligt. General Counsel Stefan Greif vertrat das Unternehmen jedoch vorher bei der Aufsetzung des Projektierungsvertrags mit PtX Development.
Der Kontakt zwischen CMS-Partner Leutner und PtX Development besteht dem Vernehmen nach aus einem Mandat im vergangenen Jahr.