Neustart

Hengeler berät Opel bei Reorganisation

General Motors (GM) reorganisiert seine Aktivitäten in Europa. Die neu gegründete Opel Group GmbH übernimmt die Verantwortung für das komplette Geschäft des US-Autobauers in Europa inklusive Russland. Damit führt GM auch die Zuständigkeit seiner europäischen Töchter Opel und Vauxhall als Erstausstatter (Single OEM Manufacturer) zusammen.

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Klöcker_Ingo
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Die Geschäftsführung der Opel Group unter der Leitung von Dr. Karl-Thomas Neumann, die fast identisch mit dem bisherigen Vorstand der Adam Opel AG ist, wird das Europageschäft von Rüsselsheim aus steuern. Das operative Geschäft der Adam Opel AG bleibt von der Neuorganisation unberührt, rund 100 Mitarbeiter der AG wechseln allerdings in die neue Schwestergesellschaft. Ihr Vorstand schrumpft zudem auf zwei Mitglieder, Finanzvorstand Michael Lohscheller sowie Neumann ziehen in den Aufsichtsrat der Adam Opel AG ein. Die Reorganisation gilt als Stärkung von Opel, innerhalb des GM-Konzerns hatten die Deutschen zuletzt immer mehr Aufgaben übernommen.

Berater Adam Opel AG
Inhouse Recht (Rüsselsheim): Riccardo Ventura (General Counsel Europa) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Steuern (Rüsselsheim): Friedhelm Wenzel (Leiter Steuern Europa) – aus dem Markt bekannt
Hengeler Mueller (Frankfurt): Dr. Ingo Klöcker (Gesellschaftsrecht), Dr. Hans-Joachim Liebers, Hendrik Bockenheimer (beide Arbeitsrecht); Associates: Dr. Maximilian Clostermeyer, Dr. Christian Häußer
Apitzsch Schmidt Klebe (Frankfurt): Wolfgang Apitzsch (Arbeitsrecht) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Die Berater der gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung sind GM sehr vertraut. Hengeler-Anwalt Klöcker hatte Opel bereits 2009 während der dramatischen Rettungsaktion beraten, als unter anderem der letztlich gescheiterte Einstieg des kanadisch-österreichischen Zulieferers Magna verhandelt wurde. Als Berater des Gesamtbetriebsrats war auch Apitzsch damals involviert. Bei der Gründung der Opel Group war er erneut für die Belange der Beschäftigten zuständig.

2012 verblieb Ventura als rechtliche Führungsspitze in Europa, nachdem Michael Sarnecki das Unternehmen verließ. Sarnecki war Leiter der deutschen Rechtsabteilung sowie Assistant General Counsel Europe bei Opel und wechselte zum US-Unternehmen Henry Schein, danach besetzte Opel seinen Posten nicht nach.

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