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Noerr-Mandantin Stellantis übernimmt AIMotive

Der Automobilkonzern Stellantis hat den Softwareentwickler für künstliche Intelligenz und autonomes Fahren AIMotive erworben. Verkauft wird das Unternehmen von einer heterogenen Gruppe aus zahlreichen Gesellschaftern.

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AIMotive, damals noch unter dem Namen AdasWorks bekannt, wurde 2015 im ungarischen Budapest gegründet. Darauf folgten vier Finanzierungsrunden, bei denen das Tech-Unternehmen insgesamt rund 71 Millionen US-Dollar einsammelte. Die letzte brachte im Mai 2020 rund 20 Millionen US-Dollar ein. Zu den Investoren gehörten unter anderem NVIDIA, Robert Bosch Venture Capital sowie Samsung. Mittlerweile ist AIMotive an Standorten in Deutschland, den USA sowie Japan vertreten. Dort beschäftigt das Unternehmen rund 200 Mitarbeitende. 

AIMotive forscht an drei Technologiezweigen für autonomes Fahren: Automatisiertes Fahren durch einen Softwarestack, eine virtuelle Simulationsumgebung sowie eine Silizium-IP für Chips zur Berechnung von künstlicher Intelligenz. Diese Produkte werden weiterhin an andere Partner verkauft. 

Stellantis will durch die Übernahme seine Kerntechnologie für künstliche Intelligenz und autonomes Fahren erweitern. Nach eigenen Angaben hat sich der Autobauer zum Ziel gesetzt, bis 2030 rund 20 Milliarden Euro an zusätzlichen jährlichen Einnahmen aus softwaregestützten Produktangeboten zu erwirtschaften. AIMotive soll weiterhin von Gründer László Kishonti operativ geführt werden und als Tochtergesellschaft von Stellantis agieren. 

Alexander Hirsch

Berater Stellantis
Noerr: Dr. Alexander Hirsch, Dr. Maurice Séché (beide Düsseldorf), Dr. Moritz Koch (Hamburg; alle Federführung; alle Corporate/M&A), Sarah Blazek, Dr. Alexander Birnstiel (beide Kartellrecht; beide München); Associate: Marco Siemers (Corporate; Hamburg) – aus dem Markt bekannt
Villey Girard Grolleaud (Paris): Frédéric Grillier; Associate: Marina Demeure (beide Corporate/M&A) – aus dem Markt bekannt
Nishimura & Asahi (Japan) – aus dem Markt bekannt
Pillsbury Winthrop Shaw Pitman (USA) – aus dem Markt bekannt
Haslinger Nagele (Österreich) – aus dem Markt bekannt
Bird & Bird (Frankreich) – aus dem Markt bekannt

Sabine Röth

Berater AIMotive
Vogel Heerma Waitz (Berlin): Sabine Röth; Associate: Lorenz Frey (beide Corporate/Venture Capital)
Inhouse Recht: Dorottya Szilagyi (Head of Legal/ IP), Gabor Farkas – aus dem Markt bekannt

Berater Gesellschafter
Dentons (Budapest): Rob Irving (Federführung), Marcell Szőnyi, Dr. Gesine von der Groeben (Frankfurt); Associates: Kamran Pirani (Federführung), Lieor Koblenz (Frankfurt), Sebastian Ishiguro, Iryna Nahorniak, Aliz Wulcz (alle Corporate/M&A)

Henrik Armah

Berater VC Worldwide Limited
Greenberg Traurig (Berlin): Dr. Henrik Armah (Federführung), Natalie Hsiao; Associate: Jakob Jürgensen (alle Corporate/M&A) 

Notariat
3n Berlin (Berlin): Carlos Katins, Konstantin von Richthofen; Associate: David Topp

Hintergrund: Dem Vernehmen nach gewann Noerr den Pitch für das Mandat gemeinsam mit der befreundeten Kanzlei Villey Girard Grolleaud. Die Pariser Boutique pflegt seit Längerem gute Kontakte zu Stellantis. Für andere Fragestellungen waren weitere Kanzleien aus unterschiedlichen Ländern beteiligt. Die österreichische Sozietät Haslinger Nagele etwa wurde für kartellrechtliche Aspekte eingeschaltet.

Die Federführung auf Verkäuferseite übernahmen ungarische Dentons-Anwälte. Sie holten sich Unterstützung bei der Frankfurter Corporate-Partnerin von der Groeben. Wie auch bei den letzten beiden Finanzierungsrunden hat die Berliner Sozietät Vogel Heerma Waitz AIMotive beraten. Es waren Partnerin Sabine Röth und Associate Lorenz Frey im Einsatz.

VC Worldwide Limited ist eine Beteiligungsgesellschaft von NVIDIA. Die Beziehung zu Greenberg Traurig reicht bereits ein Jahrzehnt zurück und besteht noch aus Zeiten vor der Abspaltung des Berliner Olswang-Büros. Auch bei der ersten Finanzierungsrunde für AIMotive im Jahr 2016 stand die Kanzlei VC Worldwide Limited zur Seite. Die deutsche Praxis der US-Kanzlei kommt oft bei grenzüberschreitenden Transaktionen zum Einsatz. Zuletzt war sie etwa für die Kapitalbeteiligung des australischen Testing-Spezialisten ALS an einem deutschen Auftragsforschungsinstitutes eingebunden. Ob und wie intensiv die anderen Gesellschafter weitere Kanzleien hinzuzogen, ist nicht bekannt.

Anmerkung der Redaktion: Wir haben die Beraterliste am 12.01. aktualisiert.

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