Deals

  Juve Plus Kabel BW jetzt schwedisch

Der schwedische Finanzinvestor EQT hat den Heidelberger Kabelnetzbetreiber Kabel Baden-Württemberg (Kabel BW) übernommen.Verkäufer waren die US-Beteiligungsgesellschaft Blackstone als Hauptanteilseigner sowie der kanadische Investor CDPQ. Der Kaufpreis lag nach Angaben des 'Wall Street Journal' bei rund 1,3 Milliarden Euro, in Branchenkreisen dagegen hieß es, der Preis liege höher. Auch das Management von Kabel BW beteiligte sich an dem Kauf, dem die Kartellbehörden noch zustimmen müssen. Die Investmentbank Morgan Stanley und die Royal Bank of Scotland finanzierten die Transaktion durch Darlehen in Höhe von insgesamt 1,27 Milliarden Euro.

Deal-Ticker

Wer kauft was mit wem? Die neuesten M&A-Deals im übersichtlichen Newsticker. Alle ansehen
  Juve Plus

Der zweite Milliarden-Deal innerhalb weniger Wochen: Hengeler-Partner Maximilian Schiessl war im März ein sehr gefragter Mann. So weit, so unspektakulär. Überraschend war im Gefecht um Schering jedoch die Mandatsvergabe durch Bayer.Dass bei Mega-Deals in Deutschland immer wieder der Name Hengeler Mueller fällt, überrascht wohl selbst den unbedarftesten Kanzleimarkt-Beobachter nicht wirklich. Und doch dürfte selbst Dr. Maximilian Schiessl, Düsseldorfer Corporate-Partner bei Hengeler, auf extrem arbeitsreiche Wochen zurückblicken. Denn kaum wurde bekannt, dass Schiessl den Energieriesen E.on beim Endesa- Übernahmeversuch beriet, da tauchte sein Name schon beim nächsten Milliarden-Deal auf. Und wie im Fall E.on/ Endesa handelte es sich um eine Übernahmeschlacht: Der deutsche Pharmakonzern Schering wehrte sich gegen den feindlichen Übernahmeversuch von Merck und fand Hilfe beim Weißen Ritter Bayer. Dieser überbot das Merck-Angebot um gleich neun Euro je Aktie und kam zum Zug. Nach nur wenigen Tagen ohne Verschnaufpause war der 16,3 Milliarden Euro schwere Deal in trockenen Tüchern, kaum vier Wochen nach Bekanntwerden wurde geclosed.

  Juve Plus

Der Münchner Chiphersteller Infineon gliedert sein Speichergeschäft aus. Zum Mai wird das neue Unternehmen unter dem Namen Qimonda zunächst als 100-prozentige Infineon-Tochter tätig. Allerdings soll Qimonda im nächsten Schritt zügig an die Börse gebracht werden. Qimonda wird weltweit 12.000 Mitarbeiter beschäftigen, davon 4.700 in Deutschland, und einen Umsatz von rund 2,8 Milliarden Euro erzielen. Das Speichergeschäft machte bislang rund 40 Prozent der Infineon-Konzernumsätze aus. Infineon gliedert die Kernsparte aus, weil das Geschäft mit Speicherchips stark schwankt. Im vergangenen Geschäftsjahr betrug der Gewinn vor Steuern und Zinsen rund 122 Millionen Euro. (René Bender)

  Juve Plus

Die australische Fondgesellschaft APN Funds Management hat für rund 110 Millionen Euro das Leipziger Löwen Center in Leipzig sowie das Centrum in Halle-Neustadt erworben. Verkäufer des Löwen Centers, das über ein Fläche von 42.000 qm verfügt, war der Kölner Fondsanbieter Dr. Ebertz & Partner. Die Hochtief Projektentwicklungsgesellschaft veräußerte das Centrum in Halle, das über 31.000 qm groß ist und dessen Hauptmieter Aldi, Real und Cinemaxx sind. Damit befinden sich nun neun der insgesamt 32 von APN gehaltenen Gewerbeimmobilien in Deutschland. (René Bender)

  Juve Plus

Der Electra Europe-Fonds hat im Rahmen eines MBO die LUK Fahrzeug Hydraulik von der fränkischen Schaeffler-Holding erworben. Der Bad Homburger Automobilzulieferer LUK mit einem Jahresumsatz von rund 260 Millionen Euro und insgesamt 1.200 Mitarbeitern firmiert künftig unter dem Namen Hyvatec. Die Umbenennung wurde notwendig, weil der Name LUK nicht Bestandteil der Übernahme war. Die HypoVereinsbank übernahm die Finanzierung der Transaktion.

  Juve Plus

Der US-Medienkonzern Discovery Communications hat über eine deutsche Beteiligungsgesellschaft die Mehrheit an dem deutschen Free-TV-Sender XXP erworben. Die XXP-Gründungspartner Spiegel TV sowie der TV-Programmentwickler DCTP bleiben mit je einem Prozent weiterhin beteiligt. XXP erreicht etwa 20 Millionen Haushalte in europäischen Ländern mit deutschsprachiger Bevölkerung. Presseberichten zufolge soll der Kaufpreis bei circa 45 Millionen Euro liegen.

  Juve Plus

Die Direktbank ING-DiBa hat einen Haustarifvertrag mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi abgeschlossen. Damit sind jetzt rund 2.300 DiBa-Mitarbeiter tariflich organisiert. Der Haustarif orientiert sich am allgemeinen Tarif für das deutsche Bankgewerbe, ist aber auf die Besonderheiten von Direktbanken wie etwa Call Center zugeschnitten. Wesentliche Merkmale sind sehr flexible Arbeitszeiten im Rahmen aller gängigen Arbeitszeitmodelle sowie die Ermöglichung weitgehender Samstags-, Sonntags- und Feiertagsarbeit, ein spezielles Vergütungssystem und eine Reihe zusätzlicher Sozialleistungen. Der neue Haustarif tritt rückwirkend zum 1. Januar 2006 in Kraft.

  Juve Plus

Die niederländische Verlagsgesellschaft Wolters Kluwer NV hat den deutschen Jura-Fachverlag Carl Heymanns aus Köln gekauft. Verkäufer des traditionsreichen Unternehmens ist die Gesellschafterfamilie Gallus. Mit 130 Mitarbeitern setzt Heymanns Presseberichten zufolge rund 30 Millionen Euro um. Wolters Kluwer rückt durch den Erwerb zur Nummer Zwei unter den juristischen Fachverlagen in Deutschland auf. Den Niederländern gelang damit als erstem ausländischem Verlag die Übernahme eines der Top-Drei-Akteure im deutschen Markt, die bislang sämtlich in Familienhand waren. Wolters Kluwer hatte zuvor auch schon die deutschen Verlage Luchterhand und Werner übernommen und erwirtschaftete 2005 europaweit 1,3 Milliarden Euro, davon 175 Millionen Euro in Deutschland. Die Kartellbehörden müssen dem Deal noch zustimmen.

  Juve Plus

Das Private-Equity-Unternehmen Permira hat seinen 34-prozentigen Anteil an der österreichischen Austriamicrosystems AG für rund 180 Millionen Euro verkauft. Das Investmenthaus Morgan Stanley platziert die Anteile international bei institutionellen Investoren. Die an der Züricher Börse notierte Austriamicrosystems produziert mit mehr als 840 Mitarbeitern integrierte Schaltkreise für Anwendungen in Kommunikation, Industrie, Medizintechnik und Automobilindustrie. 2005 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 178,4 Millionen Euro.

  Juve Plus

Das indische Windenergieunternehmen Suzlon Energy Limited hat für 465 Millionen Euro die belgische Hansen Transmissions Int. NV erworben. Verkäufer sind Allianz Capital Partners (ACP) und Apax Partners Worldwide. Hansen produziert Zahnradgetriebe und erwirtschaftete mit 1.200 Mitarbeitern zuletzt einen Umsatz von rund 210 Millionen Euro. Finanziert wurde der Deal durch ein Konsortium aus Deutscher Bank (Mumbai), Barclays Bank und der indischen ICICI Bank. Die Kartellbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen.

  Juve Plus

Das Mailänder Biotech-Unternehmen Bioxell hat in einer dritten Finanzierungsrunde über 10 Millionen Euro eingesammelt. Bioxell hatte sich vor vier Jahren vom Schweizer Pharmaunternehmen Roche abgespalten. Die frühere Vitamin-D-Forschungsabteilung des Pharmariesen ist heute auf die urologische Krankheitsforschung spezialisiert. Als Geldgeber traten unter der Führung von TVM Capital auch die Venture Capital-Investoren Index Ventures, BB Biotech (beide Schweiz), Life Science Fonds (Niederlande) und Next/Finlombarda (Italien) auf.