Karriere

Einstiegsgehälter

Drei weitere Kanzleien haben auf die massiven Steigerungen bei den Einstiegsgehältern der letzten Monate reagiert. Freshfields Bruckhaus Deringer zahlt seit August Associates im ersten Berufsjahr ein Gehalt von bis zu 95.000 Euro. Auch die Gehälter für alle weiteren Associatestufen stiegen. Clifford Chance und Lovells erhöhten ebenfalls: Berufseinsteiger verdienen maximal 90.000 bzw. 87.000 Euro.

Associate-Gehälter

95.000 Euro verdienen Associates künftig bei Cleary Gottlieb Steen & Hamilton und Gleiss Lutz im ersten Berufsjahr als maximales Fixum. Das gaben beide Kanzleien Ende Juni unabhängig voneinander bekannt und setzten damit einen neuen Maßstab für Einstiegsgehälter in Deutschland.

Steigende Einstiegsgehälter

Erstmals seit vier Jahren haben Kanzleien wieder ihre Einstiegsgehälter für Associates erhöht, bisher insgesamt sieben Sozietäten. Hengeler Mueller zahlt seit Anfang Mai bis zu 10.000 Euro mehr und erhöhte ihr Angebot auf maximal 90.000 Euro. Zusammen mit Dewey Ballantine steht Hengeler damit an der Spitze der JUVE-Gehaltsübersicht.Die US-Kanzlei bietet Berufseinsteigern schon seit Jahresbeginn zwischen 85.000 und 90.0000 Euro. Alle genannten Zahlen beziehen sich auf das Festgehalt ohne mögliche zusätzliche Boni.

Associate-Gehälter

Maximal 90.000 Euro können in Zukunft Berufseinsteiger bei Hengeler Mueller verdienen. Das hat die Partnerschaft am vergangenen Wochenende ebenso wie die deutliche Anhebung aller übrigen Associate-Gehälter beschlossen.

Boni in USA explodieren

Die aktuellste Erhebung zur Bezahlung US-amerikanischer Chief Legal Officers (CLOs), gestartet von der Association of Corporate Counsels (ACC) und Altman Weil, errechnete für 2005 ein Durchschnittseinkommen von umgerechnet 230.000 Euro. Demgegenüber verdienten bei den Forbes 500 laut dem Magazin 'Corporate Counsel' die General Counsels im Jahr davor sogar gut 460.000 Euro. Die ACC-Umfrage ermittelte deswegen ein niedrigeres Durchschnittseinkommen, weil sie auch kleinere Unternehmen einschließt.

Erfahrene Verstärkung für Brandi Dröge

Zum Jahreswechsel hat sich Cord-Henning Brandes (59), bislang Immobilienpartner bei Freshfields Bruckhaus Deringer, in Berlin Brandi Dröge Piltz Heuer & Gronemeyer angeschlossen. Brandes, der auch Notar ist, hatte schon das Berliner Büro von Deringer Tessin Herrmann & Sedemund vor der Fusion mit Freshfields mit aufgebaut. Er ist seit mehr als 15 Jahren in der Hauptstadt tätig.

Linklaters hat die Gehälter ihrer Londoner Associates um zwei Prozent angehoben. Englischen Presseberichten zufolge ist sie damit die erste Magic-Circle-Kanzlei, die in diesem Jahr eine Gehaltserhöhung durchgeführt hat.Im kommenden Geschäftsjahr wird Linklaters ihren frisch qualifizierten Anwälten 52.000 britische Pfund (rund 84.500 Euro) anstatt der bisherigen 51.000 (rund 82.900 Euro) zahlen. Die Saläre der so genannnten "first-year trainees", die sich noch nicht als Anwälte qualifiziert haben, werden ebenfalls um zwei Prozent auf 29.700 Pfund (rund 48.300 Euro) angehoben. Zum Vergleich aus der aktuellen JUVE-Umfrage zu Associate-Gehältern (JUVE 06/05): In Deutschland liegen die Gehälter für Linklaters-Associates im ersten Berufsjahr bei 75.000 bis 82.000 Euro. Zusätzlich zu diesem Grundgehalt werden in Deutschland wie auch Großbritannien Boni gezahlt, die von der individuellen Leistung wie auch der Performance der Kanzlei abhängen. Laut Trainee-Development-Partner Simon Firth hat sich der Bonus-Pool bei Linklaters in diesem Jahr erhöht. Details wurden jedoch nicht bekannt.

London

Die Londoner Jung-Anwälte von Clifford Chance erhalten rückwirkend zum 1. Mai mehr Geld. Je nach Seniorität können die Nachwuchs-Juristen mit Steigerungen zwischen zwei und sieben Prozent rechnen. Absolventen bekommen nun statt 48.000 Pfund 50.000 (rund 75.000 Euro), also vier Prozent mehr, Trainees im ersten Jahr erhalten statt 28.500 Pfund 29.000 Pfund (rund 44.000 Euro, plus zwei Prozent) und Assistants mit mehr als zwei Jahren Erfahrung 62.000 (93.000 Euro) statt bisher 58.000 Pfund (plus sieben Prozent).

Auch bei Freshfields

Auch Associates von Freshfields Bruckhaus Deringer bekommen indirekt die Wirtschaftsschwäche zu spüren: Wie jetzt publik wurde, waren bei der letzten Bonusausschüttung im November nur Boni in Höhe von drei Prozent des Einkommens anstatt der bisherigen fünf Prozent gezahlt worden.Die Boni für die Associates richten sich in ihrer Höhe jeweils nach der Geschäftsentwicklung und Profitabilität der Kanzlei. "Im Vergleich zu der Praxis bei Investmentbanken etwa, machen die Boni einen eher kleinen Teil der Vergütung aus. Wir zahlen außerdem keine kleinlichen Gehälter," erklärte Managing Partner Dr. Konstantin Mettenheimer gegenüber JUVE. Von den meisten Associates sei die Maßnahme vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung akzeptiert worden. Die nächste Auszahlung steht regulär im kommenden Mai bevor. Wie es dann aussieht, wollte Mettenheimer jedoch noch nicht vorhersagen.

In der Diskussion um das Lockstep-System scheint Clifford Chance Pünder einen Kompromiss gefunden zu haben. Grundsätzlich wird es - entgegen den Vorstellungen einiger US-Partner - beim Lockstep bleiben. Nachgedacht wird jedoch über einen Bonus-Pool. Mit der Entscheidung für den Lockstep setzt sich die Linie der Londoner Führung durch. Clifford hatte vor einigen Monaten unter der Ägide des Corporate-Leiters David Childs eine umfangreiche Untersuchung des Vergütungssystem in Angriff genommen, die nun offenbar mit einem "Ja" zum Lockstep abgeschlossen wurde. Deutsches Mitglied des Komitees ist Dr. Thomas Gasteyer. Die vorgelegten Empfehlungen werden jetzt diskutiert, eine endgültige Entscheidung wird, so der deutsche Managing Partner Hans-Josef Schneider, voraussichtlich im Herbst fallen.

Nach Allen & Overy vor wenigen Monaten dreht nun auch Clifford Chance Pünder an der Gehaltsschraube: Die deutsche Partnerschaft hat beschlossen, die Gehaltssteigerungen aller Associates zu halbieren. Geplant ist, die jeweiligen Erhöhungen auf zwei Jahre zu strecken. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2004/2005 soll diese Entscheidung allerdings überprüft werden. Der Schritt hat zur Folge, dass Associates zum Beispiel im vierten Jahr statt 15.000 nur noch 7.500 Euro per anno mehr erhalten, also im Ergebnis statt mit 110.000 noch mit 102.500 Euro rechnen können. Das Verhandlungsminimum ab dem folgenden Jahr, bisher 120.000 Euro, sinkt auf 115.000 Euro.

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