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Ashurst verliert einzigen deutschen Partner im Kartellrecht an SZA

SZA Schilling Zutt & Anschütz verstärkt sich zum August mit Dr. Michael Holzhäuser (52), der bisher die deutsche Kartellrechtspraxis von Ashurst geleitet hat. Er steigt als Equity-Partner ein und soll die Kartellrechtspraxis an den Standorten Frankfurt und München weiter ausbauen.

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Holzhäuser begann seine Karriere bei Weil Gotshal & Manges, wechselte 2010 als Local Partner zu Dewey & LeBoeuf und stieg nach deren Pleite im Frühjahr 2012 als Counsel bei DLA Piper ein. Dort wurde er bereits im Jahr darauf zum Equity-Partner befördert. 2018 zog es den Leiter des Frankfurter DLA-Büros zu Ashurst, wo er das Kartellrecht am Standort Frankfurt aufbaute und neben der Leitung der deutschen Kartellrechtspraxis auch die Entwicklung der Sektorgruppe Automotive vorantrieb.

Michael Holzhäuser

Der 52-Jährige hat einen Schwerpunkt in der Verteidigung von Unternehmen in Kartell- und Bußgeldverfahren und der kartellrechtlichen Beratung asiatischer Unternehmen. Auch Kartellverfahren auf europäischer Ebene liefen über seinen Schreibtisch: Den koreanischen Automobilhersteller Hyundai/Kia etwa vertrat Holzhäuser im Kartellverfahren ‚Altfahrzeugrecycling‘ der EU-Kommission und der britischen CMA. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt in der kartellrechtlichen Begleitung von Transaktionen, einschließlich der Beratung zur Investitionsprüfung und Drittstaatensubventionsverordnung. Neben dem Bremsenhersteller Knorr-Bremse zählen das saudische Elektromobil-Start-up CEER und der chinesische Elektronikhersteller Xiaomi zu seinen Mandanten.

Kartellrechtliche Transaktionsberatung wächst

Bei SZA trifft Holzhäuser auf ein achtköpfiges Team um den Mannheimer Seniorpartner Hans-Joachim Hellmann und die Brüsseler Partnerin Dr. Stephanie Birmanns. Traditionell vor allem für ihre Vertretung in Kartellbußgeldverfahren bekannt, hat zuletzt auch das transaktionsbegleitende Geschäft der Praxis an Fahrt aufgenommen. „Dr. Holzhäuser ist eine wertvolle Bereicherung für die Weiterentwicklung und Kontinuität unserer Praxis“, so SZA-Partner Hellmann. „Mit seiner langjährigen Erfahrung wird er neben Kartellverfahren und -streitigkeiten auch unsere kartellrechtliche Transaktionsberatung – ein wichtiger Baustein der dynamischen Expansion unserer höchst erfolgreichen M&A-Praxis – maßgeblich vorantreiben.“

Aderlass bei Ashurst

Für die deutsche Kartellrechtspraxis ist Holzhäusers Abgang ein schwerer Schlag, denn er ist der einzige deutsche Kartellrechtspartner, seit 2021 Ute Zinsmeister die Kanzlei verlassen hat. Daneben gibt es eine Counsel in München, die nach JUVE-Informationen ebenfalls zu SZA wechselt. Ashurst bestätigt das nicht offiziell, betont aber unabhängig davon, die Praxis solle durch Quereinsteiger wieder aufgebaut werden.

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