Deutsche Börse

Ehemaliger Linklaters-Senior Partner wird neuer General Counsel

Der ehemalige Linklaters-Senior-Partner, Dr. Michael Lappe, wird zum März neuer Chefjustiziar der Deutschen Börse. Derzeit ist der 60-Jährige als unabhängiger Anwalt im Transaktionsgeschäft sowie in der Kanzleiberatung tätig. Bei der Deutschen Börse tritt er die Nachfolge von Dr. Roger Müller (56) an, der Ende Februar seine Tätigkeit für das Unternehmen beenden wird, das zuletzt wegen Ermittlungen gegen seinen ehemaligen Chef in der Kritik stand.

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Michael Lappe
Michael Lappe

Lappe wurde in den 1990er-Jahren bei Boden Oppenhoff in Köln zum Partner. 2001 fusionierte die dann unter dem Namen Oppenhoff & Rädler firmierende Kölner Traditionskanzlei mit Linklaters, wo Lappe bis 2012 als Partner die Arbeit der Magic-Circle-Kanzlei an diversen Standorten entscheidend mitprägte. 2004 setzte er sich bei der Wahl zum deutschen Senior-Partner der Kanzlei durch. Diese Position hielt Lappe, der seinerzeit zu den profiliertesten deutschen Corporate-Anwälten gehörte, über die Maximalzeit von zwei dreijährigen Amtszeiten.

2012 verließ Lappe Linklaters. Seither berät er im Rahmen von Transaktionen weiterhin Unternehmen, zuletzt zum Beispiel die Deutsche See beim Verkauf an die niederländische Parlevliet & Van der Plas, aber etwa auch die Politikberatung Berlin Global Advisors (BGA), die für ihre Mandanten geopolitische und regulatorische Investitionsrisiken identifiziert. Gleichzeitig ist Lappe seit 2014 für die britische Kanzleiberatung Jomati tätig gewesen.

Transaktionen weiterhin Pflichtprogramm

Lappe wird in Eschborn bei Frankfurt die Rechtsabteilung des Unternehmens führen, das deutschlandweit rund 40 Juristen beschäftigt. Für Lappes Einstellung spricht seine Transaktionserfahrung. Es ist bekannt, dass Akquisitionen für den Dax-Konzern weiterhin zum Pflichtprogramm gehören werden. Bei der Umsetzung des Programms dürfte er auf alte Bekannte stoßen – Linklaters berät die Kanzlei seit vielen Jahren, etwa auch bei der geplanten LSE-Fusion war sie im Mandat. (Ludger Steckelbach)

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