Erfolg für Besonderen Vertreter

OLG will Verkauf von Gelita-Tochter erneut prüfen

Seit Jahren tobt bei dem Gelatinehersteller Gelita ein Gesellschafterstreit. Im Zentrum steht der der Verkauf einer Tochterfirma im Jahr 2012. War der Kaufpreis zu niedrig und eine damit verbundene Sonderdividende zu hoch? Diese Fragen sollen neu geprüft werden. Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat einen sogenannten Beweisbeschluss verkündet und will einen neuen Sachverständigen beauftragen. Das ist ein Etappensieg für den Stuttgarter Aktienrechtler Prof. Dr. Matthias Schüppen, der als Besonderer Vertreter bei Gelita tätig ist.

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Hat der Gelatine-Weltmarktführer seine 49-Prozent-Beteiligung am Medikamentenkapselhersteller R. P. Scherer (RPS) absichtlich unter Wert verkauft? Käufer war im jahr 2012 der US-Konzern Catalent, der zuvor bereits RPS-Mitgesellschafter war. Und war die Sonderdividende angemessen, die nach dem Deal von Gelita an die Aktionäre ausgezahlt wurde? Sie war mit 65 Euro pro Aktie rund achtmal so hoch wie im Vorjahr. Über diese Fragen streiten sich seit Jahren die Familienstämme, die hinter dem Unternehmen aus dem Odenwald stehen. 

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