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Fonds-Experte Andreas Rodin geht zu Ypog

Die Szene lässt ihn nicht los: Dr. Andreas Rodin, der als einer der Erfinder der Fondsstrukturierung in Deutschland gilt, hat sich Ypog angeschlossen. Der 66-Jährige firmiert künftig in der unter anderem auf Fondsberatung spezialisierten Kanzlei als Salary-Partner. Damit endet auch Rodins Zwischenstation bei der Berliner Fondsboutiqe Orbit.

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Dort war Rodin offiziell zum Jahreswechsel eingestiegen. Der Mitbegründer von Poellath war damit einigen seiner Associates gefolgt, die sich im August des vergangenen Jahres selbstständig gemacht hatten.

Andreas Rodin

Die Episode endete nun schneller als geplant, obwohl die Zusammenarbeit von Rodin und Orbit sich von Anfang an auf eine ‚Transitionsphase‘ beschränken sollte, wie alle Beteiligten jetzt betonen. Es sei damit vor allem darum gegangen, die Mandate von Rodin und seinem Team auch unter neuer Adresse aus einer Hand weiterzuführen. Diese Phase sei nun abgeschlossen, heißt es bei Orbit.

Im Berliner Büro von Ypog soll Rodin seine auf die Strukturierung von Private-Equity- und Venture-Capital-Fonds ausgerichtete Arbeit weiterführen und sich in der Ausbildung und Förderung des Nachwuchses engagieren. „Mit dem Eintritt Andreas Rodins als Salary-Partner stärkt Ypog gezielt seine Expertise im Bereich der Fondsstrukturierung. Gerade unsere jungen Kolleginnen und Kollegen werden von seiner Fachkompetenz und seinem umfassenden Erfahrungsschatz profitieren“, so Ypog-Partner Fabian Euhus, der seit Kurzem auch Leiter der Praxisgruppe Funds/Fondsstrukturierung ist.

Erfahrung pur

In der Tat gibt es hierzulande kaum jemanden mit mehr Erfahrung in diesem Marktsegment. Rodin berät bereits seit Mitte der 1980er Jahre im Bereich Private Funds und gilt vor allem in der Kombination von Fonds-Aufsichts- und Steuerrecht im Markt als Kapazität. Er war Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) und dort für die rechtlichen und steuerlichen Anliegen des deutschen Private-Equity-Sektors verantwortlich. Seit 2004 wird er als Sachverständiger vom Finanzausschuss des Deutschen Bundestages zu allen Gesetzgebungsverfahren betreffend Private Equity hinzugezogen. 

Für Euhus ist Rodin einer der letzten „Universalwissenschaftler“ im Fondsbereich. Er sei daher eine ideale Ergänzung für Ypog, die einen kooperativen Beratungsansatz verschiedener Spezialisten pflegen, wo also Aufsichts-, Steuer- und Transaktionskompetenz auf verschiedene Köpfe verteilt ist. 

Abstimmungen zu neuen Anlagevehikeln

Allerdings stellt sich die Frage, welche Rolle Rodin in der in den vergangenen Jahren stark gewachsenen und in der Fondsszene hoch anerkannten Kanzlei im Arbeitsalltag tatsächlich einnehmen kann. Für Euhus, der bei Poellath lange als Associate im Team von Rodin gearbeitet hat, ist die Antwort klar: „Wir haben einige Vollregulierungsprojekte und neue Fondsstrukturen in der Pipeline, in denen komplexe Fragen zu klären sind. Da ist jemand mit der Erfahrung von Andreas ein echtes Asset.“ 

Zudem werde am Status von Rodin deutlich, dass er wie ein eigenständiger Partner agieren und in Vollzeit arbeiten werde. Euhus macht damit den Unterschied zu den anderen erfahrenen Persönlichkeiten deutlich, die Ypog in den vergangenen Monaten geholt hatte: den Unternehmenssteuerspezialisten Prof. Dr. Ulrich Prinz, den pensionierten BFH-Richter Michael Wendt und den langjährigen Berliner Notar Jann Fiedler. Alle waren als of Counsel eingestiegen.

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