Nach 26 Jahren bei GvW startet Dr. Sigrid Wienhues zum Januar in einem neuen beruflichen Umfeld. Gemeinsam mit Jan Mittelstein und Elena Olbers wird sie die neu entstehende Kanzlei MWO Mittelstein Wienhues Olbers Legal führen. Auch Nora von Laer wechselt als Associate von GvW in die neue Kanzlei. Mittelstein und Olbers (geb. Wurster) sind bislang unter eigener Flagge als MW Mittelstein Legal tätig, nachdem sie Anfang 2024 die Kanzlei Mohr Rechtsanwälte verlassen hatten.
Partnerin seit 2005
Wienhues ist seit 1999 bei GvW und hat dort den Aufbau der öffentlich-rechtlichen Praxis mitgeprägt. Nach ihrer Ernennung zur Equity-Partnerin 2005 leitete sie mehrere Jahre lang die Praxisgruppe Öffentliches Recht und trieb den Ausbau dieses Beratungsfelds voran. Sie beriet im europäischen Naturschutz- und Umweltrecht. Hinzu kamen Mandate im Infrastrukturausbau, etwa beim Ausbau der Nord-Süd-Stromtrasse in Mecklenburg-Vorpommern.
Weitere neue Tätigkeitsfelder waren die planungsrechtliche Begleitung hybrider Energieparks und Wasserstoffprojekte. So begleitete Wienhues Friesen Elektra bei der Umsetzung des Hybriden Energieparks Sande, der die Energiequellen Wind, Sonne und grünen Wasserstoff kombiniert.
Öffentliches Baurecht und Immobilienwirtschaft
Mit Mandaten im öffentlichen Baurecht spielte Wienhues auch eine Rolle beim Ausbau der immobilienwirtschaftlichen Praxis. Seit den 2000er-Jahren beriet sie gemeinsam mit Kollegen des privaten Baurechts bei großen Forward-Deals und Quartiersentwicklungen. Seit über 20 Jahren begleitet Wienhues sogenannte Business Improvement Districts oder ‚Standortgemeinschaften‘, eine besondere Form der Öffentlich-Privaten Partnerschaften zur Förderung städtischer Quartiere, die vor allem in Hamburg umgesetzt wurden.
In der neuen Partnerschaft wird Wienhues in einem Team von zehn spezialisierten Anwälten arbeiten. Die zukünftigen Partner beraten wie Wienhues sowohl die öffentliche Hand als auch private Unternehmen. Die öffentlich-rechtliche Praxis von GvW mit Schwerpunkten in Hamburg, München und Berlin zählt auch nach den Abgängen über 30 Köpfe, darunter 17 Partner. In einem großen Beratungsspektrum von Planungs-, Verwaltungs- und Regulierungsthemen waren die Anwälte zuletzt oft in Projekten des Energiesektors tätig, arbeiten aber weiterhin eng mit den Immobilienrechtlern der Kanzlei zusammen.