Hoch hinaus

Quinn Emanuel steigert Umsatz um mehr als 50 Prozent

Die vier deutschen Büros von Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan konnten im vergangenen Jahr ihren Umsatz um satte 54,3 Prozent auf 29 Millionen Euro steigern. Nach drei Jahren rückläufiger Umsätze in Deutschland in Folge bedeutet die enorme Steigerung für die US-Kanzlei ein neues Rekordergebnis. Auch beim Umsatz pro Berufsträger erreichte Quinn Emanuel einen neuen Höchstwert.

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Die vier deutschen Büros von Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan konnten im vergangenen Jahr ihren Umsatz um satte 54,3 Prozent auf 29 Millionen Euro steigern. Nach drei Jahren rückläufiger Umsätze in Deutschland in Folge bedeutet die enorme Steigerung für die US-Kanzlei ein neues Rekordergebnis. Auch beim Umsatz pro Berufsträger erreichte Quinn Emanuel einen neuen Höchstwert.

Markus Grosch Quinn Emanuel
Markus Grosch Quinn Emanuel

Beim Umsatz pro Berufsträger knackte die Prozesskanzlei mit knapp 1,15 Millionen Euro erstmals die Millionengrenze. Gegenüber den 977.000 Euro aus 2017 ist die Steigerung umso höher einzuschätzen, da Quinn Emanuel ihr Personal zuletzt kräftig aufstockte. In den deutschen Büros arbeiten mittlerweile 25,5 Anwälte (Full Time Equivalent), und damit 6,5 mehr als in 2017.

Mit dem Ergebnis liegt Quinn Emanuel knapp vor Weil Gotshal & Manges, die 2017 mit 1,05 Millionen beim UBT die JUVE-Rangliste anführten – gefolgt von und Sullivan & Cromwell mit 1,03 Millionen. Beide M&A-Kanzleien haben allerdings ihre Umsätze für 2018 noch nicht bekannt gegeben.

In der deutschen Praxis von Quinn Emanuel arbeiten nur drei Equity-Partner: Managing-Partner und Patentlitigator Dr. Marcus Grosch, Patentlitigator Dr. Johannes Bukow und die Kartellrechtlerin Dr. Nadine Herrmann. Dementsprechend schnellte auch der Umsatz pro Equity-Partner in die Höhen: Auf jeden der Partner entfiel ein Umsatz von 9,7 Millionen Euro – das entspricht einer Steigerung von fast 55 Prozent gegenüber 6,3 Millionen in 2017.

Quinn Emanuel hatte schon mit dem Vorjahreswert die Rangliste der deutschen Top-Kanzleien beim Umsatz pro Equity-Partner vor Weil Gotshal & Manges (M&A-Praxis) und Eversheds Sutherland (Full-Service-Kanzlei) angeführt.

Mehr Breite             

Mit dem Ergebnis aus dem vergangenen Jahr übertrifft die Kanzlei ihr Rekordjahr 2014. Damals hatte sie 24 Millionen Euro umgesetzt. Quinn Emanuel war 2010 mit Grosch in Mannheim gestartet. Wie schon in den vergangenen Jahren erwirtschafteten die rund 26 Anwälte an den Standorten Mannheim, München, Hamburg und Stuttgart den Umsatz ausschließlich mit Prozessarbeit. Rund 60 Prozent davon entfallen auf Patentprozesse. Einen eher geringen Anteil an den IP-Umsätzen haben das Marken- und Wettbewerbsrecht. Allerdings nahm der IP-Anteil am Gesamtumsatz zuletzt ab. Inzwischen wird Quinn Emanuel immer umfangreicher in Kartellschadensersatzklagen aktiv.

Auch in Großbritannien liefen die Geschäfte 2018 für Quinn Emanuel außerordentlich gut: Das Londoner Büro steigerte laut Berichten in der britischen Anwaltspresse seinen Umsatz auf fast 80 Millionen Pfund.   

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