Neben Altbewährtem

Drei neue Kanzleien erklimmen das E.on-Panel

Der Energiekonzern E.on hat sein Berater-Panel neu gestaltet. Nur mit zwei der fünf früheren Panel-Kanzleien verlängert das Unternehmen seine Zusammenarbeit: Linklaters und Luther. Die drei frei gewordenen Plätze gehen an eine US-Kanzlei und zwei Boutiquen.

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Guntram Würzberg
Guntram Würzberg

Die E.on-Rechtsabteilung hatte das Panel Ende 2020 zusammen mit der Einkaufsabteilung ausgeschrieben. Verantwortlich war neben Rechtsabteilungsleiter Dr. Guntram Würzberg auch der Leiter der Abteilung IT/IP/Services, Dr. Florian Presser. Entscheidend waren der Pitch, der Preis und die Erfahrung. Wichtig waren zudem Fragen der Kommunikation und zu Abrechnungssystemen.

Neben Linklaters und Luther, mit denen E.on in den vergangenen Jahren große Projekte wie insbesondere den Aktientausch mit RWE (Linklaters) sowie die Integration von Innogy (Luther) angegangen war, konnte erstmals White & Case überzeugen. Für Linklaters bleiben die Partner Dr. Ralph Wollburg und Staffan Illert, für Luther Dr. Holger Stappert die zentralen Ansprechpartner in den Kanzleien. Bei White & Case übernimmt die Rolle Karsten Wöckener.

Neben den Full-Service-Kanzleien haben es mit Rosin & Büdenbender und der Frankfurter IP-Kanzlei Best auch zwei Boutiquen auf das Panel geschafft. Rosin & Büdenbender sind auf die energierechtliche Beratung spezialisiert. Die Kanzlei hatte sich im vergangenen Jahr aus White & Case ausgegründet. Die Boutique Best aus Frankfurt ist auf IP-Beratung spezialisiert.

Das neue Panel gilt für zwei Jahre mit Option auf Verlängerung um weitere zwei Jahre. Nach Angaben der Rechtsabteilung beläuft sich das Gesamtbudget auf einen „mittleren zweistelligen Millionenbetrag“. Preislich wurden soweit bekannt pauschale Stundensätze (Blended Rates) und Rabattstaffeln vereinbart. 

E.on hatte sein letztes Panel Ende 2017 ausgeschrieben. Die Vereinbarung war bereits 2019 abgelaufen. Mit der Neuausschreibung wartete E.on allerdings den Abschluss der Innogy-Integration ab, die auch für die Rechtsabteilung nicht ohne Folgen geblieben ist. Der langjährige Rechtsabteilungsleiter Dr. Guntram Würzberg leitet insgesamt acht Teams, die zusammen auf 52 Vollzeitstellen kommen. Dies sind Corporate/Finance, M&A, Compliance, Kartellrecht, IT/IP, Datenschutz (gehörte zuvor nicht zu Legal) und die neuen Bereiche ‚Energierecht Grundsatzfragen‘ und ‚Energiewirtschaft und Marktregulierung‘.

Die Leitung der Abteilungen ist weitgehend gleich geblieben. Neu ist Dr. Patrik Eismann als Leiter der Abteilung Datenschutz, Bettina Maeding als Leiterin der Abteilung ‚Energierecht Grundsatzfragen‘ und Yvonne Follert, die bei Innogy zuletzt die Abteilung Wettbewerbsrecht leitete und nun den Bereich ‚Energiewirtschaft und Marktregulierung‘ übernimmt. (Martin Ströder)

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