Luther hat gestern turnusgemäß ein neues Management gewählt. Die Kölner Partner Elisabeth Lepique (51) und Dr. Markus Sengpiel (49) werden die Kanzlei ab Juli für die kommenden vier Jahre führen. Damit bleibt Sengpiel eine weitere Amtszeit Teil der Doppelspitze, Lepique rückt als erste Frau in der Kanzleigeschichte auf diese Position. Der bisherige Co-Leiter Prof. Dr. Hans-Georg Hahn war nicht mehr zur Wahl angetreten, er will sich wieder auf das Mandatsgeschäft konzentrieren.
Lepique berät gesellschaftsrechtlich im öffentlichen Sektor, etwa bei Rekommunalisierungen und Privatisierungen. Damit bedient sie ein Kerngeschäft der Kanzlei. Zu ihrer Wahl sagte sie:„Unter der Führung von Hans-Georg Hahn und Markus Sengpiel hat sich die Kanzlei in den letzten vier Jahren hervorragend entwickelt. Hieran möchte ich nun gemeinsam mit Markus Sengpiel anknüpfen und die Strategie kontinuierlich weiterführen. Dabei stehen insbesondere unsere internationalen Aktivitäten sowie das frühzeitige, proaktive Besetzen von zukunftsträchtigen Beratungsthemen im Fokus.“ Lepiques Nachfolger als Leiter des Kölner Büros wird der IP/IT-Experte Dr. Detlef Mäder (44).
Lepique ist seit 2001 bei Luther beziehungsweise den Vorgesellschaften tätig, seit 2010 leitet sie das Kölner Büro. Sie übernahm den Posten damals von Sengpiel, nachdem der IT- und Medienrechtler zusammen mit dem Hannoveraner Transaktionsanwalt Hahn zur Doppelspitze der Gesamtsozietät aufstieg. Ein Duo an der Kanzleispitze war damals neu, zuvor hatte der Kölner Corporate-Spezialist Dr. Stefan Kraus 15 Jahre lang die Geschäfte alleine geführt. Unter der Leitung von Sengpiel und Hahn durchlief die Kanzlei in den vergangenen Jahren eine sichtbare Umstrukturierung, die zwischenzeitlich mit einer hohen Fluktuation verbunden war. Viele Berufsträger verließen die Kanzlei, die dies aber mit Neuzugängen ausglich.
Zudem schloss Luther unter ihrer Führung das Mannheimer Büro. Die eigenen Standorte in Ungarn und der Türkei ersetzte sie mit Kooperationen. Dafür wagte sie sich als einer der ersten Kanzleien mit einem eigenen Büro in das aufstrebende Myanmar und baute ihr Engagement in Indien aus.