Markt und Management

Die drei Anwälte Martin Schweinoch, Dr. Götz Tacke und Rudolf Roas, zuletzt Außensozien des Münchner Büros von Schlawien Naab, haben die Kanzlei verlassen und sich bereits zum 1. Oktober vergangenen Jahres als Schweinoch Tacke Roas selbständig gemacht. Praxisschwerpunkte der als Partnerschaft organisierten Sozietät sind die Bereiche Informationstechnologie (vor allem operatives IT-Geschäft für Anbieter und Großanwender, EDV-Projektverträge) sowie Leasing, Haftpflicht- und Arzthaftungsrecht.

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Die Anfang 1999 durch einen Zusammenschluß von Münchner, Frankfurter und Düsseldorfer Mitgliedskanzleien der Advoselect EWIV entstandene Sozietät Schlawien Naab hat zum Jahresende das renommierte Kanzleinetzwerk verlassen. Zunächst hatte sich die neu entstandene Einheit von über 40 Berufsträgern an fünf Standorten für einen Verbleib im Kanzleinetzwerk entschieden. „Durch die erreichte Größe können wir nun selbst leisten, was zuvor Advoselect geboten hat. Wir setzen nun auf weiteres internes Wachstum“, erläuterte Wolfgang Trautner, Frankfurter Partner und Sprecher von Schlawien Naab, den jüngsten Schritt der Sozietät.

Der Oppenhoff & Rädler-Verbund Linklaters & Alliance hat mit Bukarest, Bratislava und Budapest an drei Standorten in Osteuropa eröffnet. Die Allianz reagiert damit auf die gestiegene Wahrscheinlichkeit eines baldigen EU-Beitritts dieser Staaten. Zusammen mit den bestehenden Büros in Prag, Warschau, Moskau und St. Petersburg verfügt Linklaters nunmehr über sieben Standorte im Wirtschaftsraum Osteuropa und schickt sich an, den bestehenden Präsenzvorsprung anderer Großkanzleien – wie zum Beispiel BBLP Beiten Burckhardt Mittl & Wegener, Nörr Stiefenhofer Lutz oder Haarmann, Hemmelrath & Partner – aufzuholen.

Zum 1.1.2000 hat die auf das Medizinrecht und juristische Dienstleistungen für den medizinischen Sektor spezialisierte Sozietät Dr. Rehborn aus Dortmund ein Büro in Köln eröffnet. Dr. Christiane von Zwoll, die als Partnerin aufgenommen wird, war bislang in der Kanzlei Krüger-Knief & Partner in Köln tätig und bringt einen Schwerpunkt im Insolvenzrecht mit. „Insolvenzen spielen auch bei unseren Mandanten im Gesundheitssektor eine zunehmende Rolle“, kommentiert Dr. Martin Rehborn die Situation in Bezug auf Arztpraxen und Krankenhäuser.

Als 17. Büro seit Gründung der Sozietät 1987 wird Haarmann, Hemmelrath & Partner im ersten Quartal 2000 eine eigene Präsenz in London eröffnen. Das neue Büro umfaßt zunächst sechs Partner, darunter vier britische Anwälte, die nach Angaben der Kanzlei sämtlich aus führenden Anwaltskanzleien und Barristerbüros rekrutiert wurden. Bereits innerhalb der ersten zwölf bis 18 Monate will man mit der bislang umfangreichsten Investition ein positives Ergebnis erwirtschaften.

Witt & Müller in Flensburg, Petersen Becker Ziegenbein in Kiel und die Lübecker Kanzlei Dr. Hohnsbein, Dr. Brock, G.-W. Jung, drei der bekanntesten Sozietäten Schleswig-Holsteins, schließen sich mit Wirkung vom 1. Januar 2000 zusammen. Die neue Kanzlei wird unter dem Namen Brock Müller Ziegenbein firmieren und – für das Bundesland eher ungewöhnlich – auch am OLG in Schleswig zugelassene Anwälte haben. Ein weiteres Büro in Stralsund komplettiert die Präsenz.

Luther & Partner ändert den Kurs

Nach vielen Spekulationen wurde nun die Fusion zwischen der alteingesessenen Hamburger Kanzlei Luther & Partner und Andersen Freihalter, Rechtsanwaltsgesellschaft der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Arthur Andersen, bestätigt. Beide Sozietäten werden mit Wirkung vom 1. Januar 2000 mit mehr als 170 Anwälten unter dem Namen Andersen Luther Rechtsanwaltsgesellschaft mbH firmieren.

Dr. Gottfried Breuninger, einer der führenden Steuerpartner des Münchner Büros von Oppenhoff & Rädler Linklaters & Alliance, wird im ersten Quartal 2000 zu Cleary, Gottlieb, Steen & Hamilton nach Frankfurt wechseln. Nach dem Wechsel der Steuerrechtler Dr. Rolf Füger, Dr. Norbert Rieger und Dr. Stephan Salzmann aus dem Münchner Boesebeck- in das neue Bruckhaus-Büro am Ort ist dies der zweite spektakuläre Partnerwechsel im Steuerrecht in München innerhalb kürzester Zeit.

Mit Advoselect und DIRO haben im letzten Quartal 1999 zwei der bekanntesten EWIV-Kanzleinetzwerke mit deutschem Schwerpunkt ihre Geschäftsstellen in Stuttgart bzw. Hamburg neu besetzt. Als Advoselect-Geschäftsführer bzw. DIRO-Geschäftsstellenleiterin bestellt wurden Sven Hoffmann (34), Anwalt und Betriebswirt, und die ebenfalls als Anwältin zugelassene Juristin Gabriela Freitag.

Die US-Kanzlei Weil Gotschal & Manges, die vor einigen Jahren für Aufsehen im Londoner Markt wegen des schnellen Wachstums des dortigen Büros gesorgt hat, hat jetzt den ersten Schritt zur Gründung eines deutschen Büros gemacht.Feddersen Laule Partner Dr. Geza Martin Toth wechselt am 1. Januar 2000 zu Weil Gotschal in London. „Von da aus wird das Roll-Out nach Deutschland geplant“, kommentiert Toth.

Die Stockholmer Kanzlei CMS Tisell Advokatfirma AB verläßt die CMS-Gruppe, um mit dem schwedischen Rechtsberatungsteil von Ernst & Young zusammenzugehen. Insgesamt werden 13 Partner und 20 Angestellte ab 1. Januar 2000 zu Ernst & Young stoßen.

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