Markt und Management

Mit Dr. Bette, Dr. Brink, Gölz & Partner (Mainz, Erfurt, Berlin) und Gaube & Jeromin (Andernach) haben sich zwei namhafte rheinland-pfälzische Kanzleien zur festen Kooperation zusammengeschlossen. Ziel der Zusammenarbeit ist die verstärkte Durchdringung des Wirtschaftsraumes zwischen Köln, Koblenz, Mainz und Frankfurt sowie den angrenzenden Regionen von Trier im Westen bis Limburg im Osten. In diesem Zusammenhang erfolgte außerdem die kürzliche Eröffnung eines neuen Trierer Büros durch Gaube & Jeromin. Beide Kanzleien sind vorwiegend für mittelständische unternehmerische Mandanten tätig und bündeln ihre Spezialisierungen im Wirtschaftsrecht (u.a. Gesellschaftsrecht/M&A, Bankrecht, Factoring, Insolvenzrecht/Sanierungen) und im Verwaltungsrecht (Wirtschaftsverwaltungsrecht, öffentliches Bau- und Bauplanungsrecht).

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Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen

Katharina Scheja, bisher Partnerin bei Clifford Chance in Frankfurt, ist zum Frankfurter Büro von Graf von Westphalen Fritze & Modest gewechselt. Scheja war bei Clifford Chance u.a. im Bereich der Produktpiraterie tätig und betreute dort vor allem ein Großmandat aus der Softwarebranche. Bei Graf von Westphalen wird sie ebenfalls sehr spezialisierte Mandate übernehmen.

Dr. Angelika Niebler (BBLP Beiten Burkhardt Mittl & Wegener, München) wurde bei der Europawahl am 13. Juni als Abgeordnete in das europäische Parlament gewählt. Sie wird dort der Fraktion der europäischen Volkspartei angehören. An ihrer neuen Wirkungsstätte möchte sie Tätigkeitsschwerpunkte ihrer Anwaltstätigkeit- Informationstechnologie, Multimedia, Telekommunikation bzw. Urheber- und Wettbewerbsrecht sowie Vertragsgestaltung – in wirtschaftlicher und rechtspolitischer Hinsicht weiterverfolgen.

Der Anbieter für Anwalts-Software Renoflex bietet verspäteten Kunden, die bisher unter DOS oder UNIX arbeiten, einen zeitlich befristeten Wechsel auf die aktuelle, auf Windows zugeschnittene Version ihrer Software an (Renoflex 32). Das Unternehmen präsentierte seine Software (mit erweiteten Auswertungsmöglichkeiten) und Spracherkennung (Dragon Naturally Speaking) mitsamt digitalem Diktiergerät auch auf der Advotec-Bürotechnikmesse im Rahmen des 50. Deutschen Anwaltstages in Bonn. Durch das 2000-Problem verunsicherte Anwender weisen das Unternehmen darauf hin, das bereits seit dem Start 1985 Jahreszahlen vierstellig verarbeitet werden. Das 1985 gegründete Unternehmen, einer der drei führenden deutschen Hersteller von Kanzleisoftware und mit einem Marktanteil von über 50% im Segment der Großkanzleien vertreten, teilt ferner mit, daß man eine Systempartnerschaft mit GiKOM NIS eingegangen ist. Mit acht Geschäftsstellen und 20 Service-Stationen wird das seit über 30 Jahren bestehende Unternehmen die Kundenbetreuung für Hardware, Systemberatung und Office-Software übernehmen und dazu auch Schulungen durchführen.

Die Sozietätsversammlung von Feddersen Laule Ewerwahn Scherzberg Finkelnburg Clemm hat am 5. Juni in Berlin Dr. Carl-Heinz Heuer (Frankfurt) und Dr. Axel Bauer (Dresden) zu geschäftsführenden Sozien gewählt. Sie treten die Nachfolge von Prof. Dr. Gerhard Laule an, dessen Amtszeit am 30. Juni ausgelaufen ist. Mit Heuer, Bauer sowie dem Hamburger Partner Dr. Cornelius Fischer-Zernin verfügt Feddersen Laule über ein standortübergreifendes dreiköpfiges Geschäftsführerteam.

Drei Anwälte von Pünder, Volhard, Weber & Axster werden neben weiteren Praktikern bei einem Seminar im Juli und August zu Fragen der „Zusammenarbeit zwischen medizinischer Industrie, Krankenhäusern und Ärzten“ referieren, die im Gefolge der Herzklappenskandale zu einem beherrschenden und sensiblen Thema geworden sind. Dr. Jürgen Taschke wird aus diesem Anlaß strafrechtliche Rahmenbedingungen, Ulrich Lembeck die Vermeidung der steuerrechtlichen Risiken und Dr. Peter Dieners Lösungsansätze für die Praxis erläutern. Taschke (Frankfurt) berät u.a. auch Pharma- und Medizinproduktunternehmen präventiv und verfahrensbegleitend zur Zusammenarbeit mit Ärzten. Dieners (Düsseldorf) ist besonders im Arzneimittel- und Medizinprodukterecht tätig und mit Forschungs- und Entwicklungskooperationen zwischen Industrie und medizinischen Einrichtungen befaßt. Lembeck (Düsseldorf) berät als Steuerrechtler Unternehmen zur Steueroptimierung.

Zum 1. Juli ist D r. Claudia Seibel, bisher Partnerin von Boesebeck Droste, in das Frankfurter Büro von Döser Amereller Noack/Baker & McKenzie gewechselt. Sie wird dort die Real Estate-Abteilung verstärken, die ein Kernsegment der Wirtschaftsberatung von Döser Amereller bildet und auf gewerbliche Immobilienprojek-tezugeschnitten ist. „Wir wollen unsere Position als eine der führenden deutschen Kanzleien auch im Real Estate-Bereich festigen“, kommentiert Günther Heckelmann, Managing Partner der deutschen Baker & McKenzie-Büros. „Mit Claudia Seibel haben wir eine ideale Ergänzung für unsere stark wachsende Abteilung gefunden.“ Seibel war seit 1982 bei Boesebeck Droste bzw. der Vorgängersozietät Droste tätig und seit 1989 Partnerin. Sie berät Mandanten im privaten und öffentlichen Bau- und Immobilienrecht sowie in derProjektentwicklung und -finanzierung.

Die neu fusionierte Sozietät CMS Hasche Sigle Eschenlohr Peltzer hat ihren Zusammenschluß ergänzt durch den Eintritt von Kartellrechtler Dr. Michael Bauer, der aus dem Kölner Büro von Deringer Tessin Herrmann & Sedemund kommt. Bauer war einen Monat vor der Fusion Partner bei Sigle Loose Schmidt-Diemitz geworden, und wurde sofort in der neuen Konstellation aufgenommen. Bauer ist unter anderem bekannt für die langjährige Betreuung der sogenannten Speiseeisverfahren, insbesonders im Bereich vertikaler Wettbewerbsbeschränkungen.

Mit Dr. Joachim Borggräfe und Walther von Wietzlow hat die US-Kanzlei Jones, Day, Reavis & Pogue zwei namhafte Praktiker als Quereinsteiger für die Bereiche Steuerrecht bzw. Gesellschaftsrecht/Restrukturierungen an ihrem deutschen Standort in Frankfurt gewinnen können. Borggräfe war zuletzt Partner bei Haarmann, Hemmelrath & Partner und dort mit der Steuergestaltung von Unternehmenstransaktionen, grenzüberschreitenden steuergeleiteten Umstrukturierungen, Finanzierungen und Verrechnungspreisen befaßt. Zuvor war Borggräfe langjährig als Steuerpraktiker in der Industrie tätig, zuletzt als Leiter der Zentralabteilung Steuern und Zölle der BASF Ludwigshafen. Mit von Wietzlow kommt ein weiterer Anwalt mit langjähriger Praxiserfahrung im Gesellschaftsrecht mit Schwerpunkt Aktienrecht aus der Großindustrie zur Sozietät. Von Wietzlow, der mehrere Jahre als Vorstand und Vorstandsprecher der Didier-Werke AG und dort auch Chefsyndikus tätig war, ist Mitglied des Börsenrates der Frankfurter Wertpapierbörse und Aufsichtsrat verschiedener deutscher Unternehmen. Nach Eckart C. Hild (Winschaftsstrafrecht) sowie Dr. Wolf gang Stammler (Verwaltungsrecht), die im April zur Kanzlei kamen, hat Jones Day damit innerhalb kurzer Zeit vier renommierte Quereinsteiger geholt.

Die bekannte Kölner Arbeitsrechtskanzlei Ulrich Weber & Partner konnte zum 1. Juli Dr. Friedrich Heither als Berater gewinnen. Heither war seit 1974 Richter am Bundesarbeitsgericht und ab 1987 Vorsitzender Richter des 3. Senats, der vorwiegend mit Fragen betrieblicher Altersversorgung befaßt ist. Ende März war Heither, der außerdem bekannt ist als Co-Autor des renommierten Kommentars Fitting/ Kaiser/Heither zum Betriebsverfassungsgesetz, altersbedingt aus dieser Position ausgeschieden. Er wird vom Berliner Büro der Kanzlei aus bundesweit tätig sein. Ulrich Weber begrüßte den Neuzugang, von dessen Erfahrung und Expertise in den Bereichen betrieblicher Altersversorgung und Betriebsverfassungsrecht sich die Kanzlei viel verspricht: „Dr. Heither wird die Kompetenz nicht nur unseres Berliner Büros, sondern die der gesamten Kanzlei nachhaltig verstärken.“ Ulrich Weber & Partner ist bekannt vor allem für ihren Schwerpunkt in der arbeitsrechtlichen Betreuung von Topmanagern und anderen Führungskräften, berät und vertritt jedoch auch im kollektiven Bereich. Mit derzeit 13 Anwälten (darunter 8 Fachanwälte) zählt die Sozietät zu. den größten arbeitsrechtlich spezialisierten Kanzleien. Weber kündigte dem JuVe Rechtsmarkt gegenüber an, daß zu den bislang drei Standorten zum 1.4.2000 mit München ein vierter hinzukommen wird. Das neue Büro wird von dem bisher im Kölner Büro tätigen Dr. Knut Müller geleitet werden. Weber, der bisher unter anderem regelmäßig im manager magazin schrieb, wechselt ab Juli zu Capital und wird dort ebenfalls eine arbeitsrechtliche Kolumne betreuen.

Wie in JuVe Rechtsmarkt 6/99 kurz berichtet, hat die international präsente US-Kanzlei White & Case ein Büro in Frankfurt eröffnet. Der Standort wird von vier Anwälten geführt, die von Wessing & Berenberg-Gossler gekommen sind. Zu ihnen gehören der Private-Equity- und M&A-Spezialist Dr. Erich Michel, der als internationaler Partner bei White & Case einsteigen wird, und IPO-Anwalt Oliver Kessler, der zunächst als lokaler Partner eingestuft wurde. Außerdem sind zwei andere angestellte Anwälte von Wessing mitgegangen.James Hurlock, Chairman von White & Case, begrüßte die Entwicklung: „Wir verfolgen die Strategie, juristische Expertise in allen wichtigen Finanzzentren der Erde zur Verfügung zu stellen“, erklärte er. „In Deutschland haben wir zahlreiche bedeutende Mandanten, wie z.B. die Deutsche Bank und SKW Trostberg mit seiner Muttergesellschaft Viag. Das neue Büro wird es uns ermöglichen, deutsche Firmen bei ihrer weltweiten Geschäftstätigkeit sowie internationale Firmen bei ihren Vorhaben in Deutschland noch effektiver zu beraten und zu unterstützen.“

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