Markt und Management

Neben den neuen Partnern der fusionierten Kanzlei Aretz Schmalz Weber Böning konnte das Frankfurter Büro zum Jahresbeginn auch einen Quereinsteiger der besonderen Art als Partner begrüßen. Dr. Ulrich Wuermeling hatte der Sozietät bereits bis 1996 angehört. Er ist der zweite Rückkehrer aus einer Gruppe von elf Anwälten, darunter drei Partnern, die unter spektakulären Umständen Wessing verlassen hatten und zum jungen Frankfurter Büro von Clifford Chance gewechselt waren. Wuermeling wird für Wessing am Standort den gezielten Ausbau des Dezernates Multimediarecht in Angriff nehmen.

Personalien

Personalien Icon
Wer geht, wer kommt, was bleibt? Aktuelle Personalien, die den Markt bewegen - im übersichtlichen Newsticker! Alle ansehen

Die Private Universität Witten/Herdecke hat als erste deutsche Hochschule ein Institute for Mergers and Acquisitions (IMA) gegründet. Mit dieser Entscheidung reagiert die Universität auf die weltweit steigende Zahl von Transaktionen in diesem Praxisbereich, der auf der anderen Seite nach Ansicht von IMA-Initiator und Projektleiter Stephan A. Jansen bislang eine unzureichende wissenschaftliche Beobachtung und Aufarbeitung gegenübersteht.

Bereits Gegenstand ausführlicher Tagesberichterstattung war die von Human Resources-Berater Dieter Baumert für Kienbaum Management Consultants erstellte Studie „Herausforderungen in überörtlich tätigen Rechtsanwaltskanzleien“, die auf einer Befragung von 135 deutschen Kanzleien mit mehr als drei Standorten im Oktober vergangenen Jahres beruht (die Rücklaufquote aus 173 versandten Fragebögen betrug 25,9 %).Vorgestellt wurde die Studie am 27. Januar 1999 in Bonn im Rahmen einer Pressekonferenz in Anwesenheit von Jochen Kienbaum, Vorsitzender der Geschäftsführung von Kienbaum Consultants International und Präsident des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU).

Am Mittwoch mit einer Pressepräsentation im Bonner Presseclub, am Donnerstag in der Berichterstattung der Frankfurter Allgemeinen und am Montag darauf mit ganzseitiger Anzeige im Handelsblatt – der europaweite Kanzleiverbund DIRO („Eine Deutsche und Internationale Rechtsanwalts-Organisation“) EWIV schickt sich an, die Kapazitäten des eigenen Verbundes stärker in der Öffentlichkeit zu profilieren.Die DIRO gehört mit ihren 107 Mitgliedskanzleien (86 deutsche, 21 ausländische in 14 Staaten) und 660 Anwälten (430 deutsche, 230 ausländische) europaweit zu den größten derartigen Kanzleinetzwerken und verfügt nach eigener Aussage auch innerhalb Deutschlands über das dichteste Mitgliedernetz.

In London wird am Samstag, 15. Mai 1999, unter Beteiligung auch des Deutschen Juristinnenbundes (djb) die Europäische Juristinnenvereinigung ins Leben gerufen. Ziel der Neugründung ist eine verstärkte Zusammenarbeit von Juristinnen aus den EU-Staaten, um so effizienter Gesetzgebungsverfahren begleiten, Netzwerke aufbauen und eigene Rechte durchsetzen zu können.

Das transaktionsorientierte Frankfurter Büro von Beiten Burkhardt Mittl & Wegener, das im letzten Jahr seine Marktpräsenz deutlich gesteigert hat, kann mit der Übernahme der Hurrle Klinikgruppe für die Mediclin AG, eine Transaktion mit einem Gesamtvolumen von DM 1,3 Mrd., einen weiteren Erfolg verbuchen.Die bislang größte in diesem Bereich abgeschlossene Transaktion betreute für Beiten Burkhardt federführend der Frankfurter Sozius Prof. Dr. Gerhard Schmidt. Er wurde unterstützt durch Dr. Heiner Drüke und Stefan Grauke aus dem gleichen Büro sowie durch den Düsseldorfer Partner Dr. Uwe Hartmann. Auf der anderen Seite vertrat Dr. Heinz Winter von der Sozietät Krath, Dr. Winter (Merzig) mehrere Aktionäre. Mediclin, deren Hauptaktionäre die Versicherungsgesellschaften Provinzial-, Feuerversicherungsanstalt der Rheinprovinz, Victoria Versicherungs-Gesellschaft und Deutsche Krankenversicherung AG sind, erwarb dabei aufgrund eines öffentlichen Übernahmeangebotes mehr als 90 % der Gesellschaftsanteile an den Gesellschaften der Hurrle Klinikgruppe, die insgesamt 27 Herzzentren, Akut-Kliniken und Reha-Kliniken betreibt.

Deringer-Partner

Dr. Gerhard Picot, namhafter Gesellschafts- und Arbeitsrechtler der mit Freshfields (GB) assoziierten Kölner Sozietät Deringer Tessin Herrmann & Sedemund, stellt seine Expertise zum Bereich M&A, der auch in Deutschland weiter an Bedeutung und Volumen gewinnt, nun auch englischsprachigen Lesern zur Verfügung. Das im New Yorker Verlag Juris Publishing erschienene Handbuch „Mergers & Acquisitions in Germany“ ist inhaltlich weitgehend identisch mit den Kapiteln zum Vertrags- und Arbeitsrecht des weit umfangreicheren, ebenfalls von Picot als Herausgeber und Co-Autor betreuten Standardwerkes „Unternehmenskauf und Restrukturierung“, das 1998 in 2. Auflage erschien. In einem Anhang sind der englischen Ausgabe außerdem zweisprachig die für den Themenbereich relevanten Vorschriften aus dem deutschen Recht beigefügt.

Erstmals lud am 19.11. vergangenen Jahres das prominent besetzte Kölner Arbeitsrechts-Team der Sozietät Heuking Kühn Lüer Heussen Wojtek Mandanten zu einem Informationsseminar über aktuelle Entwicklungen im Arbeitsrecht ein. Die Veranstaltung im Queens Hotel, auf der Dr. Wilhelm Moll, Elisabeth Müller und weitere Arbeitsrechtler der Sozietät in Vorträgen individual- wie kollektivrechtliche Aspekte der Materie vermittelten und Fragen aus der Praxis beantworteten, fand – ebenso wie das anschließende Buffet mit Kölsch – große Resonanz und soll wiederholt werden.

Die Anwaltsakademie, seit November 1998 unter der Geschäftsführung von Rechtsanwältin Eva Isabel Spilker, wird gemeinsam mit dem Deutschen Anwalt-Verein Mitte 2000 vom Rhein an die Spree umsiedeln.

Am 22.01.1999 veranstaltet die Saarbrücker „Projektgruppe Praxis“ in Hannover zum ersten Mal die „Karrieremesse Praxis“, die Unternehmen und angehenden Juristen ein Forum zu informeller und zugleich persönlicher Kontaktaufnahme bieten und künftig jährlich wiederholt werden soll.Idee und Realisierung dieser Messe, die als Alternative zu aufwendigen und häufig wenig effektiven Anzeigenkampagnen gedacht ist, ist Resultat eines Praxiswettbewerbs, den ein Magazin für Jura-Studenten und Rechtsreferendare mit Unterstützung namhafter Sponsoren aus dem Anwaltsmarkt im vergangenen Jahr veranstaltet hat.

Die Liste der DAV-Arbeitsgemeinschaften ist um den Bereich Medizinrecht erweitert worden. Vorsitzender des neuen Kreises ist Dr. Bernd Luxenburger, Partner der Saarbrücker Kanzlei Heimes & Müller. Die Gründungsinitiative, so Luxenburger, erfolgte vor dem Hintergrund einer zunehmenden Verrechtlichung des medizinischen Bereiches und der Gesundheitsvorsorge mit entsprechend gewachsenem Bedarf nach einem Diskussions- und Fortbildungsforum. Anläßlich der Gründungsversammlung, bei der kaum ein namhafter Medizinrechtler fehlte, wurde zudem ein Bedarf an sachkundiger Begleitung der einschlägigen Gesetzgebung geäußert. Das breite Themenspektrum der Arbeitsgemeinschaft umfaßt vor allem das ärztliche Berufsrecht, Arzthaftungsrecht, Arzneimittelrecht, Sozialversicherungsrecht und das Krankenhausrecht.