Markt und Management

Hamburg

Das Hamburger Büro von Norton Rose Fulbright hat Zuwachs erhalten: Zum Februar holte die Kanzlei mit Dr. Tim Schaper einen weiteren Kartellrechtler hinzu. Der 38-Jährige kommt von Allen & Overy und steigt als of Counsel ein, was in anderen Kanzleien der Position eines Counsel entspricht. Er verstärkt das Kartellrechtsteam um Dr. Maxim Kleine, der Ende 2014 von Oppenhoff & Partner zu Norton Rose kam.

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Top-Ten-Insolvenzen 2015

Eigentlich verlief das vergangene Jahr auffällig ruhig, was Insolvenzen betrifft – fast schon zu ruhig, wenn man Insolvenzverwalter fragt. Doch dann kam Zielpunkt. Die Insolvenz der Supermarktkette sorgte dafür, dass 2.700 Mitarbeiter ihren Job verloren und damit die Zahl der Mitarbeiter, die 2015 insgesamt von Unternehmenspleiten betroffen waren, auf 21.200 anstieg.

Steuerrecht und Insolvenz

Ende Januar hat sich der ‚Hamburger Kreis für Sanierungs- und Insolvenzsteuerrecht‘ gegründet. Die 18 Gründungsmitglieder möchten die Harmonisierung von Insolvenz- und Steuerrecht fördern. Den Vorstand bilden Dr. Günter Kahlert von Flick Gocke Schaumburg in Hamburg und Dr. Stefan Debus aus der Münchener Verwalterkanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen.

Schlüsselposition wieder besetzt

Dr. Thomas Laubert (43) leitet ab März die Rechtsabteilung des Daimler-Konzerns. Er folgt auf Renata Jungo Brüngger (54), die zum Jahresbeginn in den Vorstand des Autobauers aufgerückt war und dort seither an der Spitze des Ressort Integrität und Recht steht. Laubert arbeitete zu Beginn seiner Karriere zunächst drei Jahre als Rechtsanwalt für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte, bevor er 2004 zu Daimler wechselte.

JUVE-Inhouse-Umfrage

34 Prozent der Rechtsabteilungen hierzulande wollen in diesem Jahr Berufsträger einstellen. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Dies ergab die aktuelle JUVE-Inhouse-Umfrage. Der Wachstumstrend ist dabei unabhängig von der Unternehmensgröße. Gleichzeitig wollen nur fünf Prozent der Befragten 2016 Personal abbauen, im Vorjahr waren es noch acht Prozent.

Im Gespräch

Im vergangenen September hat sich eine weitere chinesische Kanzlei aufgemacht, ein größeres internationales Netzwerk zu schaffen. Kejie mit Stammsitz in Peking gründete die aus unabhängigen Anwaltskanzleien bestehende Allianz Cathay Associates. Eines der Gründungsmitglieder stammt aus Wien: die auf Konfliktlösung fokussierte Kanzlei Oblin Melichar. Im Gespräch mit JUVE erklärt Namenspartner Dr. Klaus Oblin, was Cathay Associates vorhaben.

Volkswagen Amerika

Im Zuge der Abgasaffäre stellt Volkswagen Amerika seine Rechtsabteilung neu auf. Zum Februar ernannte der Konzern David Detweiler zum Executive Vice President und General Counsel. Detweiler kommt von Clifford Chance, wo er zuletzt als Counsel im Frankfurter Büro tätig war. Der Bank- und Kapitalmarktrechtler hat den VW-Konzern in der Vergangenheit bereits öfters beraten.

München

Der M&A-Anwalt Dr. Andreas Wölfle (50) hat sich zum Februar als Partner der britischen Kanzlei Wragge Lawrence & Graham an ihrem einzigen deutschen Standort München angeschlossen. Wölfle kommt von der Stuttgarter Kanzlei Menold Bezler, der er seit 2013 angehörte.

Hamburg

Die Steuerpraxis von Latham & Watkins ist auf Verkleinerungskurs. Ende Februar verlässt der Leiter der Praxisgruppe, Dr. Götz Wiese, die Kanzlei. Der 50-Jährige war der erste Steuerpartner der Kanzlei in Deutschland und hat das Team knapp 15 Jahre geführt. Nun macht sich Wiese zum April zusammen mit seinem Associate Philipp Lukas (34) als Wiese Lukas in Hamburg selbstständig.

Rolle der Rechtsabteilung

Das Alltagsgeschäft der deutschen Rechtsabteilungen befindet sich in einem kräftigen Wandel: höhere Anforderungen, höheres Tempo, höheres Risiko. Mit dem veränderten Arbeitsumfeld wandelt sich auch die Rolle der Syndizi in den Unternehmen: Vom internen Dienstleister werden sie zum Risikomanager. Doch längst nicht alle Inhousejuristen wollen diese neue Rolle annehmen.

Wichtiger als Stundensätze

Für Unternehmensjuristen sind Fähigkeiten wie die klare Formulierung von Empfehlungen und Servicementalität wichtigere Kriterien für die Mandatierung als der Stundenlohn von Beratern. Dies ist eines der Ergebnisse der JUVE-Inhouse-Umfrage 2015, an der über 400 Verantwortliche aus Rechtsabteilungen teilnahmen.