Zusammengenommen verfügen die Kanzleigründer über ein halbes Jahrhundert Erfahrung vor staatlichen und vor allem Schiedsgerichten. Sharma und Schreiber waren zu Beginn ihrer Karriere beide Junior Associates bei Clifford Chance.
Sharma verschlug es 2006 zu Beiten Burkhardt nach Brüssel, wo er 2008 Salary-Partner wurde. Als er 2009 zu Heuking wechselte, war er Leiter des Indian Desk. Im Jahr darauf wechselte er gemeinsam mit dem späteren Managing-Partner Dr. Benjamin Parameswaran, der von Hengeler Mueller kam, zu DLA Piper. Dort ist Sharma vor allem auf Schiedsverfahren spezialisiert, häufig im Energie-, Aviation- und Rüstungssektor.
Clifford in München wieder ohne Disputes-Partner
Schreiber wurde 2012 bei Clifford zum Partner ernannt und war bis heute der einzige Partner der Disputes-Praxis am Standort München. Auch er führt schwerpunktmäßig Schiedsverfahren, auch im Investitionsschutz, etwa bei der Abwehr von Investorenklagen gegen Albanien. Weitere Schwerpunkte sind Post-M&A-Streitigkeiten für Industriemandanten sowie Mediationsverfahren.
In ihrer neuen Kanzlei wollen Schreiber und Sharma sowohl Verfahren vor staatlichen wie auch vor Schiedsgerichten führen und auch alternative Streitbeilegung anbieten. Das ALM in ihrem Kanzleinahmen steht für Arbitration, Litigation und Mediation. Beide wollen weiterhin als Parteivertreter agieren, können aber auch mehr Schiedsrichtermandate annehmen als in den Großkanzleien, aus denen sie kommen.
Clifford und DLA gehören zu den größeren Disputes-Praxen im Markt. Beide haben mehrere weitere Partner, die auf Schiedsverfahren spezialisiert sind.